Die neue Königin des Alternative

Lorde gelingt der große Wurf mit ihrem Debüt „Pure Heroine“

Sie ist gerade einmal 16 Jahre alt und hat mit ihrer ersten Single „Royals“ schon zwei Rekorde aufgestellt. Das lässt den Erwartungsdruck auf ihr Debütalbum steigen. Aber Lorde hat sich wacker geschlagen und mit „Pure Heroine“ ein für eine so junge Sängerin ausgereiftes Werk geschaffen. „Die neue Königin des Alternative“ punktet mit poetisch-tiefgründigen Texten und angenehm unaufdringlicher Musik.

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Mal etwas Anderes auf die Ohren: Lordes Debüt "Pure Heroine" / Foto: Universal Music

Mal etwas Anderes auf die Ohren: Lordes Debüt “Pure Heroine” / Foto: Universal Music

Mit der Single „Royals“ ist Lorde als erste neuseeländische Künstlerin auf Platz 1 der US-Billboard-Hot-100 geklettert. Auch in den Alternative-Charts ist ihr eine Bestleistung gelungen: Keine andere Single einer weiblichen Künstlerin stand dort jemals länger auf Platz 1. Damit hat Lorde Alanis Morissettes Rekord von 1996 – übrigens das Geburtsjahr der 16-Jährigen – gebrochen. Und das alles passiert nur wenige Monate, nachdem Ella Yelich-O’Connor – so Lorde mit bürgerlichem Namen – ihre eigenen Songs erstmalig ins Internet gestellt hat.

So viel Erfolg kann einen enormen Druck auf ein Debütalbum ausüben, aber mit „Pure Heroine“ hat die junge Neuseeländerin die Behauptung des Billboard Magazines bestätigt, sie sei „die neue Königin des Alternative“: Das Album belegt Platz 1 der iTunes-Charts in den USA, Neuseeland, Australien und Kanada.

Poetisch und drumlastig

Mit ihren gnadenlos ehrlichen und poetischen Lyrics – kein Wunder: ihre Mutter ist eine preisgekrönte neuseeländische Dichterin – gelingt es Lorde, die Quintessenz der Frustration und Freiheit, der Neugier und Zuversicht und das schlicht und einfach Wundersame des Teenagerdaseins auf einmalige Art und Weise einzufangen. Ist ihre Musik deshalb nur etwas für Menschen zwischen 13 und 20? Ein klares Nein, denn die Verwirrung der Teeniezeit hört ja irgendwie nie auf: „Everything I say falls right back into everything I’m not“, heißt es in „Still Sane“.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

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