Kasseler Musiktage

Faszinierendes Oratorium von Louis Spohr am Sonntag

Am kommenden Sonntag, dem 3. November, präsentieren die Kasseler Musiktage in der Martinskirche um 17 Uhr mit dem Oratorium „Die letzten Dinge“ ein Werk von Louis Spohrs, das ihm im England des 19. Jahrhunderts den Ruf einbrachte, ein zweiter Händel zu sein.

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Louis Spohr, Daguerreotypie  des 19. Jahrhunnders (unbekannter Fotograf, Quelle: Wiikimedia Commons)

Louis Spohr, Daguerreotypie des 19. Jahrhunnders (unbekannter Fotograf, Quelle: Wiikimedia Commons)

Tatsächlich war Spohr neben Mendelssohn der bedeutendste Oratorienkomponist seiner Zeit. Sein Apokalypse-Oratorium „Die letzten Dinge“ macht das eindrucksvoll deutlich. 1826 in Kassel uraufgeführt, fand das Werk sehr schnell große Verbreitung. Ein Grund dafür war sicherlich die eindringliche Musiksprache Spohrs mit ihrer ausdrucksstarken Harmonik. Dramaturgisch betont das Werk eine hoffnungsvolle Sicht auf die Apokalypse, die durch den Erlösertod Jesu Christi ermöglicht wird.

Die Kassler Aufführung am Sonntag ist besonders attraktiv, da sie in fähigen und erfahrenen Händen und Kehlen liegt. Unter der Leitung von Frieder Bernius wird der Stuttgarter Kammerchor singen. Die in Spohrs Oratorium besonders wichtige Rolle des Orchesters wird mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ebenfalls ein Spitzenensemble übernehmen.

Auch die Solopartien sind mit namhaften Kräften besetzt: Johanna Winkel, Sopran, Sophie Harmsen, Alt, Andreas Weller, Tenor und Konstantin Wolff, Bass. Man darf sich also auf eine gelungene Aufführung dieses faszinierenden Werkes freuen. Ergänzt wird das Programm durch Heinrich von Herzogenbergs liturgischen Gesang „Und ich hörte eine Stimme vom Himmel“ für Sopran-Solo und gemischten Chor, der in der Art eines Zwischenspiels nach dem ersten Teil des Oratoriums erklingen wird.

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