Buntes Potpourri der Klischees

Barbara Schöneberger – „Bekannt aus Funk und Fernsehen“

Auf Barbara Schönebergers drittem Album „Bekannt aus Funk und Fernsehen“ bekommen vor allem die Männer ihr Fett weg. Hier wird so ziemlich jedes Klischee bedient und besungen – aber in denen liegt ja auch immer ein Körnchen Wahrheit, wie die Geschichten beweisen, die die Moderatorin, Schauspielerin und Sängerin zu erzählen hat.

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Mit Big-Band-Charme und Ironie: Barbara Schönebergers "Bekannt aus Funk und Fernsehen" / Foto: Universal Music

Mit Big-Band-Charme und Ironie: Barbara Schönebergers “Bekannt aus Funk und Fernsehen” / Foto: Universal Music

Barbara Schönebergers Albumtitel sind stets gut gewählt: Nach „Jetzt singt sie auch noch!“ und „Nochmal, nur anders“ präsentiert die beliebteste deutsche Fernsehmoderatorin ihr drittes Album „Bekannt aus Funk und Fernsehen“. Mit einem Mix aus Deutschpop und Swing, serviert mit augenzwinkernden Texten, hat die 41-Jährige eine flotte Gute-Laune-Platte kreiert.

In den Texten findet sich allerdings etwas Untypisches für einen Musiker: Obwohl in Barbara Schönebergers Leben seit Erscheinen ihres letzten Albums 2009 einiges passiert ist – sie hat geheiratet und zwei Kinder bekommen – sucht man autobiografische Bezüge in den 13 neuen Songs vergeblich. Hat sie selbst zu Hause nun ein fest gebundenes Exemplar sitzen, so kommen die Männer (und Frauen und Schwiegermütter) dennoch nicht besser weg.

Nieder mit den Männern

„Bekannt aus Funk und Fernsehen“ ist quasi ein Sammelsurium von Klischees rund um die werte Männerwelt, die in mal mehr, mal weniger gelungene Reime geformt wurden. Das beginnt schon mit dem ohwurmverdächtigen Opener „Gibt’s das auch in groß“, das die männliche Besessenheit mit Größe karikiert – aber auch die weibliche. Worum es im Song „Zwei Minuten“ geht, dürfte sich leicht erraten lassen – nämlich um die geschlechtsverschiedenen Betrachtungsweisen bezüglich Qualität und Quantität.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

Eine Antwort auf Barbara Schöneberger – „Bekannt aus Funk und Fernsehen“

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