Teil 2 - Das berühmte Einschreiben an sich selbst

So lassen Sie sich Ihre Musik richtig schützen

Ich führe diesen Punkt eigentlich nur auf, um damit aufzuräumen. Denn: hier handelt es sich um eine Legende! Die Vorgehensweise: Sie brennen eine CD und legen diese in einen Umschlag, den Sie gut verschließen. Dann gehen Sie damit zum Postamt und sagen: „ich möchte dieses Einschreiben an mich selbst versenden“. Versender und Empfänger sind also Sie. Sie bezahlen und nehmen das Einschreiben dann sofort wieder mit. So soll die Zeit und der Ort festgehalten werden. Der Poststempel soll also aussagen, dass Sie an einem bestimmten Zeitpunkt die Werke geschaffen haben. Wenn dann jemand anderes sagt: „ich

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Quelle: MikeBlogs (flickr, cc-by)

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habe die Werke geschaffen“, und er hätte ein Einschreiben späteren Datums, würden die Werke Ihnen  zugeschrieben, da Ihr Einschreiben ein früheres Datum aufweist. In der Theorie ist der Gedanke toll. Das funktioniert aber so nicht. Die Zeit ist zwar durch den Poststempel festgehalten, das Einschreiben sagt aber rein gar nichts über den Inhalt des Einschreibens aus. Es kann also sein, dass wenn es hart auf hart kommt, der Richter das Einschreiben nicht anerkennt. Ich habe mich schon oft mit Leuten darüber gestritten die sagen „das Einschreiben reicht völlig, warum sollte ich Geld für einen Notar zum Fenster herauswerfen?“ Zur Not ist das natürlich besser als nichts. Sie können außerdem an Ihre Freunde eine Mail mit dem Song senden, wenn Sie etwas an Fremde weitergeben möchten. Für mich persönlich kommt das nicht in Frage. Ich gebe absolut nicht heraus, wenn ich nicht vorher damit beim Notar war.

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Über Timo Dygryn

Timo ist Komponist und Musikproduzent mit dem Schwerpunkt Rockmusik und ist mit rocksongwriter.com selbstständig. Hier auf amusio schreibt er u.A. über Musikmarketing, das Musik machen an sich und weitere Themen rund um die Musik.

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