Amusio gruselt´s

Halloween Special: Die Top 3 Horrorfilme von Melanie L.

Die Tage werden dunkler, die Schatten länger. Halloween steht vor der Tür. Rund um Berlin steht das Verkleiden zwar nicht so hoch im Kurs wie in anderen Gegenden, aber die Unruhenacht erfreut sich dennoch steigender Begeisterung. Kinder sammeln Süßes, Partyreihen werden zu Traditionen und die grauseligsten Filme flimmern über die heimischen Kinoanlagen. Filme, die man besser nicht alleine sehen sollte. Erst wenn die Nerven richtig blank liegen, ist die Nacht perfekt! Was mich persönlich so richtig fertigmacht, sind die Dinge, die man nicht sieht, wie etwa Unheil verbergende Kinder, huschende Schatten in Spiegeln oder düstere Ereignisse aus der Vergangenheit.

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Foto: Marianne J.  / pixelio.de

Foto: Marianne J. / pixelio.de

Meine erste Faszination für Grauenhaftes erlebte ich mit etwa fünf Jahren. Versteckt unter dem Stubentisch meines Urgroßvaters starrte ich heimlich in seinen Fernseher. Es lief irgendein alter Gruselschinken, der mich damals unheimlich schwer beeindruckte. Vampire und Untote nahmen Einzug in meine Welt. Die Krönung des Horrors erlebte ich jedoch im vorpubertären Alter. Ich war allein im Haus und schaltete den Fernseher an. Es lief “ES”…

 

DVD Cover Quelle: Stephen-King.de

DVD Cover
Quelle: Stephen-King.de

Stephen Kings ES

Die Nacht an sich war schon dunkel. Die Angst, beim Fernsehen mitten in der Nacht erwischt zu werden schürte den Adrenalinhaushalt zusätzlich. Stehend am Sessel festgekrallt verfolgte ich das Geschehen. Anfangs ging es um die eigene Identifizierung mit den etwa gleichaltrigen Hauptfiguren. Bis “Pennywise” in den totalen Fokus rückte. Aus der Kanalisation des beschaulichen Vorortes heraus verbreitet der quietschbunte Clown Schrecken und Gemetzel. Innerhalb kürzester Zeit wurden kindliche Illusionen zerstört und die Festplatte im Gehirn neu bespielt.

Am Ende der langen Nacht wünschte ich mir so sehr, dass meine Familie nach Hause kommt und mir irgendwie ein Gefühl von Unschuld vermitteln könnte. Das Gesicht des Clowns aber sollte seinen Schrecken bis zum heutigen Tage innehalten. Ich habe den Film inzwischen mehrfach gesehen, er schockiert mich noch heute. Ich bin definitiv konditioniert auf Stoffe dieser Art. Für mich steht dieser Film ganz persönlich auf Platz eins aller Horrorfilme!

Quelle: DreamWorks Pictures

Quelle: DreamWorks Pictures

The Ring

Dieser Schocker hat mich völlig kalt von hinten erwischt. Ein guter Freund von mir besitzt eine ziemlich gute Kinoanlage zu Hause. Hin und wieder trifft man sich dort und genießt bildgewaltiges Kino. Horrorfilme hatte ich bis dato dort noch nicht gesehen. Völlig ahnungslos starteten wir mit dem Film um das mysteriöse Video in einen Abend. Ich hatte bis zu jenem Tag noch nicht einmal etwas von diesem Film gehört.

Dass diese amerikanische Neuverfilmung eines japanischen Klassikers meine visuelle Wahrnehmung dermaßen verändern würde, hätte ich nicht gedacht. Ein krisseliger Bildschirm oder blasse, schwarzhaarige kleine Mädchen lassen mich zusammenzucken. Der albtraumhafte Fluch der kleinen Samara lehrte selbst hartgesottene Männer in unserer Runde das Fürchten. Und kein Witz: Als im Film die Aussage durchs Telefon kam: “In sieben Tagen bist du tot!” klingelte doch tatsächlich ein Handy in der Dunkelheit….

Quelle CBS Films

Quelle CBS Films

Die Frau in Schwarz

Jedes Jahr treffen sich ein paar Freundinnen zum Trinken, Schnattern und vor allem zum Gruseln. Irgendwer bringt immer einen Film mit, den noch keine von uns kennt. Kürzlich war es eben diese “Frau in Schwarz”. Ehrlich gesagt interessierte mich der Plot anfangs überhaupt nicht. Klang alles etwas abgedroschen: Der von Trauer zerfressene Anwalt hat den Nachlass einer alten Lady zu regeln. Natürlich in einem Spukhaus. Und dann noch Harry Potter alias Daniel Radcliffe in der Hauptrolle. Ich zweifelte arg an der Ernsthaftigkeit dieses Streifens. Doch weit gefehlt. Fünf gestandenen Frauen stand an diesem Abend jedes einzelne Haar zu Berge.

Klar erfüllt dieser Film von vorne bis hinten Klischees und es wird aus jeder Trickkiste gegriffen, die einen Horror- beziehungsweise Gruselfilm ausmachen. Verruchte Kinderseelen jammern, in fast blinden Spiegeln huschen Schatten durchs Bild und verstaubtes Spielzeug entwickelt surrealerweise Eigenleben. Der Inhalt des Fluches klärt sich auch relativ schnell und banal. Aber bis zum Showdown gibt es keinen Moment der Entspannung. Es wird immer noch etwas draufgesetzt. Ein moderner Gruselfilm, welcher meiner Meinung nach das Zeug zu einem Klassiker hat.

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Über Melanie Labsch

Freiberufliche Grafikerin, Redakteurin und Autorin, lebt in Potsdam, Musik: Indiepop, Punk, Electro, Jazz, Blues, Klassik, Post-Rock, ....

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