Vom Konzert zur Party

Kenny Garrett zu Gast in Rüsselsheim

Die Jazzfabrik Rüsselsheim hatte mit Kenny Garrett den Altsaxofonisten eingeladen, der zuletzt mit Miles Davis auf der Bühne stand. Garrett präsentierte am 20. Oktober mit seinen vier Musikern in der hessischen Autostadt ein Programm, dass von energiegeladenem Straight-Ahead-Jazz bis zu ruhigem Kammerjazz ein breites Spektrum abdeckte. Zum Schluss des gut zweistündigen Konzerts wurde aus dem konzentriert lauschenden Publikum eine tanzende Partymeute, als Garrett und seine Mitstreiter in der Zugabe eine Extraportion Funk und Groove auspackten.

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Kenny Garrett offenbarte in Rüsselshiem die ganze Bandbreite des Jazz. Foto: Daniel Shen / Creative Commons 2.0

Kenny Garrett offenbarte in Rüsselsheim die ganze Bandbreite des Jazz.
Foto: Daniel Shen / Creative Commons 2.0

Manchmal dauert es etwas länger, bis der Funke von den Musikern zum Publikum überspringt. So war es an diesem Abend in der Studiobühne des Rüsselsheimer Theaters. Kenny Garrett hatte in den eineinhalb Stunden seines Konzerts mit seinen Mitstreitern Vernell Brown am Piano, Bassist Corcoran Holt, Drummer McClenty Hunter und Perkussionist Budy Bird ein hoch konzentriertes Set gespielt.

Weltmusikeinflüsse wechselten mit treibendem Straigt-Forward-Jazz, komplexe Eigenkompositionen vom aktuellen Album „Pushing the World Away“ mit Coverversionen wie Burt Bacharachs „I Say A Little Prayer“. Garrett bestach mit akzentuierten Soli und ließ seinen Sidemen viel Freiraum. Insbesondere Drummer McClenty Hunter setzte mit seiner kraftvollen Spielweise Akzente und lieferte sich mit Garrett packende Duelle.

Zugabe im Partymodus

Das Publikum applaudierte viel und höflich, echte Begeisterung kam aber erst in die Studiobühne das Stadttheaters, als Garrett und Kollegen in der Zugabe mit „Happy People“ in den Party-Modus wechselten. Der Saxofonist forderte die Zuhörer auf, das Tanzbein zu schwingen, das Publikum hielt es nicht mehr auf den Stühlen. So endete ein intensives Konzert als ausgelassene Party. Damit demonstrierte Garrett an diesem Abend die ganze Vielfalt des Jazz.

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