Moop Mama legt nach

Münchner Musiker zwingen Politik zum Handeln

Knapper Wohnraum und Immobilien-Leerstände in schlechtem Zustand haben bereits im März einige Münchener Musiker zu einer originellen Protestform verleitet. In einem Video dokumentierten sie die selbständige Sanierung einer Wohnung. Und protestieren damit gegen den geplanten Abriss des Gebäudes und für die kostengünstige Lösung einer Renovierung des Hauses. Moop Mama und „Goldgrund“ legen jetzt mit einem zweiten Video nach.

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München zwischen Gentrifizierung und Wohnungsknappheit Foto: Claudio Matsuoka (cc)/Flickr

München zwischen Gentrifizierung und Wohnungsknappheit
Foto: Claudio Matsuoka (cc)/Flickr

Mit dem Titel „Wir können nur spekulieren“ bringen die Münchner Aktivisten ein neues Protestvideo. Die fiktive Immobilienfirma Goldgrund zeigt interessierten Investoren potenzielle Leerstände und Objekte. Bei einer Stadtrundfahrt wird dabei satierisch auf Missstände und Versuche von Gentrifizierung hingewiesen. Moop Mama liefert Text und Sound zu diesem Video. Als interessierte Investoren sind auch Promis aus München, wie zum Beispiel Kabarettist Gerhard Polt, Musiker Willy Astor und Schauspielerin Brigitte Hobmeier, mit dabei.

Im Abspann des Videos wird die Reaktion der Stadt München auf die Aktion dargestellt. Der Stadtrat plant sich ab sofort regelmäßig über Wohnungsleerstände berichten zu lassen. Und ein Objekt der Stadtrundfahrt soll gar saniert werden. Das Haus soll dann an Familien vermietet werden.

Es ist der Musik einmal mehr gelungen nicht nur auf politische und soziale Misstände aufmerksam zu machen, sondern gar auf ganz friedliche Art und Weise ein Umdenken, bzw. zumindest ein Handeln, in der Politik zu erwirken.

Das Video zur Goldgrund Stadtrundfahrt könnt ihr euch übrigens hier anschauen.

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Über Maria Forkel

Abgeschlossenes Studium der angewandten Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt auf Musik. Reges Interesse an urbaner Kultur und musiksoziologischen Themen.

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