Die Miniserie von Jane Campion

Arte zeigt “Top of the Lake”

Am 7. November startet auf Arte Jane Campions Miniserie “Top of the Lake”. Bereits die ersten Bilder nehmen uns gleich gefangen. Ein zwölfjähriges Mädchen (Jacqueline Joe) steigt in einen eisigen See, um sich zu ertränken. Sie wird von einer Lehrerin gerettet. In der Schule stellt man fest, die Schülerin ist bereits im fünften Monat schwanger.

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Top of the Lake, Foto: Parisa Taghizadeh © See-Saw Films

Top of the Lake, Foto: Parisa Taghizadeh © See-Saw Films

Die Polizistin Robin Griffin (Elisabeth Moss, Mad Man) ist in ihren Heimatort zurückgekehrt, um ihre krebskranke Mutter zu besuchen. Robin ist Spezialistin für Missbrauchsfälle und wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Das Mädchen Tui schweigt auf die Frage nach dem Vater. Auf einen Zettel schreibt sie No One.

Ihr Vater ist der gewaltbereite Matt Mitcham (Peter Mullen). Ein Mann der im Dorf das Sagen hat. Am Rande des Sees lässt sich zu Anfang der Geschichte eine Gruppe schräger Frauen nieder, angeführt werden sie von der charismatischen GJ (Holly Hunter) Das Paradise Gelände am See wird auch von Matt Mitchum beansprucht. Tui flüchtet sich in das Frauencamp. Am nächsten Tag ist sie verschwunden. Robin leitet die Ermittlungen und schnell wird klar, dass sie selbst ein Trauma zu bewältigen hat, und die Suche nach Tui wird auch eine Reise in die eigene Vergangenheit.

Wer bei Top of the Lake einen konventionellen Krimi oder gar Thriller erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Die Serie lässt sich viel Zeit, und Oscarpreisträgerin Jane Campion konzentriert sich auf die Figuren und deren Dämonen. Kameramann Adam Arkapaw findet grandiose Bilder für die Serie, verdient wurde er für diese Arbeit mit einem Emmy ausgezeichnet. Die Totalen der schroffen neuseeländischen Landschaft wecken gleich den Wunsch, die Serie auf der großen Leinwand zu sehen. Abseits gängiger Klischees entwickelt die Serie einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Einmal mehr findet großes Kino im Fernsehen statt.

Arte zeigt die sechsteilige Serie in Dreierblocks am 7. und 14. November ab 20:15 Uhr

 

 

 

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Über Mick Baltes

Jahrgang 1962, studierte Politikwissenschaft und Kunst in Duisburg. Hat Spaß an Blues, Rock und gutem Songwriting. Ist Cineast und TV-Junkie. Arbeitet als Redakteur und Webdesigner.

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