Was ist Kunst?

Prätentiös, aber nicht außergewöhnlich: Lady Gaga – „Artpop“

Mama Monster ist zurück! Der Erfolg ist „Artpop“, Lady Gagas drittem Studioalbum, vorangegangen: Die erste Singleauskopplung „Applause“ schoss weltweit in die Top 10. Der Albumtitel verspricht große Kunst – ein Versprechen, dass der 26-jährige Superstar nur mit Abstrichen erfüllen kann, denn „Artpop“ bleibt über weite Strecken gewöhnlich. Ausnahmen bestätigen die Regel.

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"Artpop" - viel Pop, wenig Art / Foto: Universal Music

“Artpop” – viel Pop, wenig Art / Foto: Universal Music

Schon mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „The Fame“ wurde Lady Gaga schlagartig zum Megastar: Ihr erster Longplayer von 2008 verkaufte sich weltweit über 15 Millionen Mal. Seither hat sie etliche Preise abgeräumt, darunter fünf Grammys (bei 15 Nominierungen) und 13 MTV Video Music Awards (bei 26 Nominierungen), während sie parallel dazu rund 24 Millionen Alben und 90 Millionen Singles verkaufen konnte. Stefani Germanotta, wie Lady Gaga mit bürgerlichem Namen heißt, hat sich ihre Exzentrik also verdient. Deshalb wird sie auch keine CD-Kritik zu ihrem dritten Longplayer „Artpop“ interessieren. Also, legen wir los:

Auf „Artpop“ versucht Lady Gaga einmal mehr, sich neben ihrem Image als auffälliger Kleiderständer als musikalische Künstlerin zu etablieren. Aber macht einen Exaltiertheit alleine schon zum Künstler? Sicherlich nicht. Wird man durch Erfolg Kunst? Sicher auch nicht. Lady Gaga wirft all das zusammen und macht sich selbst zum Kunstwerk, zur neuen Madonna, zum Weltraum-Star, zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen unserer Zeit. Sich selbst als Musiker-Künstlerin möchte sie nun auch mit „Artpop“ beweisen: Das Cover, auf dem verschiedene berühmte Gemälde zu sehen sind, ist mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl.

Artpop: Die natürliche Weiterentwicklung der Lady Gaga

Der Erfolg gibt Lady Gaga wieder einmal recht: Alleine durch die Vorbestellung des Albums landete „Artpop“ noch vor Veröffentlichung am vergangenen Freitag in 55 Ländern an der Spitze der iTunes-Charts. Auch die erste Singleauskopplung „Applause“ schoss innerhalb von nur 48 Stunden in 48 Ländern auf Platz 1 der iTunes-Charts. Der Song ist eine Hommage an Lady Gaga selbst und eines der wenigen der 15 Stücke auf „Artpop“, das an den Sound der alten Mama Monster erinnert. Die 26-Jährige präsentiert sich auf ihrem neuen Album von einer anderen Seite, der Seite der natürlichen Weiterentwicklung.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

Eine Antwort auf Prätentiös, aber nicht außergewöhnlich: Lady Gaga – „Artpop“

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