Kasseler Musiktage

Feuerwerk der Barockmusik am 17. November

Am Sonntag, den 17. November, setzten die Kasseler Musiktage zum Schlussspurt an. Nach zweieinhalb ereignisreichen Wochen wird zum Abschlusskonzert im Blauen Saal der Kasseler Stadthalle mit der Akademie für Alte Musik Berlin noch einmal ein internationales Spitzenensemble nach Kassel kommen. Das Konzert beginnt um 18 Uhr, für Kinderbetreuung ist gesorgt.

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Giuseppe Tartini, historischer Kupferstich (Quelle: Wikimedia Commons)

Giuseppe Tartini, historischer Kupferstich (Quelle: Wikimedia Commons)

Auf dem Programm stehen virtuose Werke der Barockmusik. Eröffnet wird der Abend mit Charles Avisons Concerto grosso Nr. 5 in d-Moll für Streicher und Basso continuo. Hier hat der englische Barockkomponist Avison eine Klaviersonate von Domenico Scarlatti zu einem Concerto grosso umgearbeitet. Mit Leonardo Leo folgt dann einer der wichtigsten Vertreter der Neapolitanischen Schule. Aus seiner Feder werden die Sinfonia Concertata für Violoncello und Streicher in c-Moll sowie das Concerto Nr. 1 für Violoncello in D-Dur erklingen.

Im Anschluss ist einer der großen Hits der Barockmusik zu hören: Johann Sebastian Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048, dem Bachs Orchester-Suite Nr. 2 h-Moll BWV 1067 folgt. Der letzte Komponist des Abends ist Giuseppe Tartini. Es wird aber nicht seine legendäre „Teufelstrillersonate“ erklingen, sondern sein nicht minder virtuoses Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo in B-Dur, das den Beinamen „La Serenissima“ trägt.

Die Akademie für Alte Musik Berlin wird dieses spannende Programm in einer stilgerechten Aufführung darbieten, in die all das Wissen um die barocke Musikpraxis und die musikalische Erfahrung einfließen, die die Berliner Musiker seit der Gründung ihres Ensembles im Jahr 1982 gesammelt haben. Sie spielen auf Instrumenten aus der Entstehungszeit der jeweiligen Kompositionen oder auf Nachbauten solcher Instrumente und werden von ihrem Konzertmeister Georg Kallweit geleitet.

Als Solist konnte der renommierte Geiger Sergey Malov gewonnen werden. Die Cellowerke des Abends wird er auf einem Violoncello da spalla spielen, das wie eine riesige Geige aussieht und auch auf der Schulter gespielt wird. Dieses heute skurril anmutende Instrument war im Barock durchaus verbreitet und keineswegs ungewöhnlich. Das Konzert verspricht also eine Vielzahl spannender Einsichten und einen neuen Blick auf die Barockmusik zu bieten.

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