SciFi Horror trifft Heimatfilm

Zombies from Outer Space – DVD Premiere

Der Blick für Details
Auch wenn ZFOS eine Low-Budget Produktion ist, versteht der Film durch seine Liebe zum Detail zu überzeugen. Und wenn das Englisch der Amerikaner so gar nicht amerikanisch klingt, dann ist das volle Absicht, denn genauso klingt ein Onkel aus Amerika in deutschen Heimatfilmen. Gut beobachtet und umgesetzt!

Regiseeur und Autor Martin Faltermeier auf dem Weekend of Horrors, Foto: Mick Baltes

Regisseur und Autor Martin Faltermeier auf dem Weekend of Horrors, Foto: Mick Baltes

Kein Sci-Fi Film kommt ohne Spezialeffekte aus. Aber Keine Angst die Ufos hängen hier nicht wie bei Ed Wood an sichtbaren Nylonschnüren.
Dazu Produzent Martin Hager in einem Interview mit wissenstattglauben.blogspot.com:

Wir wollen diese Filme feiern aber nicht lächerlich machen oder 1:1 kopieren. Wir machen einen Film in der Tradition der B-Moviemaker der 50er Jahre. Das heißt mit den bescheidenen Mitteln die uns zur Verfügung stehen, das maximale rauszuholen – dazu gehört heute auch die Computeranimation.[…] Dennoch hat niemand CGI-Aliens, die durch CGI Landschaften stapfen zu befürchten, wir setzen in unserem Film auf einen ausgewogenen Mix aus handgemachten und computergenerierten Effekten und setzen letztere eher selten ein.

Roswell liegt in Niederbayern
Der Film beginnt mit einem kleinen Prolog. Die Kamera gleitet über ein Kornfeld. Der Text “Bayern 1947″ blendet ein. Das ist natürlich kein zufällig gewähltes Datum, denn 1947 stürzte angeblich ein UFO in der Nähe der Kleinstadt Roswell im US-Bundesstaat New Mexico ab…

Die Eröfnungsszene, Quelle: Fear4You

Die Eröffnungsszene, Quelle: Fear4You

und wie wir jetzt wissen – auch in Bayern. Ein archetypischer Bilderbuch-Bauer findet in dem Kornfeld einen Alien Schädel. Als er ihn näher untersucht, erwacht der Kopf zum Leben und beißt dem Bauern zwei Finger ab. Wunderbar die (bewusst etwas zu lange und gerade deshalb perfekt getimte) Schrecksekunde, die dann endlich in einen nicht enden wollenden Schrei übergeht, während sich die Kamera in einer nahezu klassischen Einstellung in die Höhe schwingt und den Blick auf symmetrische Kornkreise freigibt. Diese erste Szene führt uns bereits meisterhaft in die Welt dieses Genre-Crossovers ein.

Es folgen 95 Minuten gute Unterhaltung in der weder die Stereotypen des Heimatfilms, wie der Pfarrer, die grantige Bäuerin und der etwas tumbe Dorfpolizist, noch die Unheil verkündenden Nebelschwaden fehlen, untermalt mit der emblematische Theremin Musik von Ausnahmekünstlerin Lydia Kavina. Ferner waren am Soundtrack namhafter Bands aus der Rock‘nRoll-Szene (the Meteors, Cherry Casino, Mars Attacks und the Bricats) und die bayerische Kult-Band Biermösl Blosn beteiligt. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden…

Die DVD  ist vorbildlich ausgestattet. Es gibt ein sehr informatives Making of mit vielen Interviews, Deleted Scenes, Outtakes und für alle die des Bayrischen nicht mächtig sind auch die Option den Film mit Untertiteln anzuschauen.

Die DVD kann zurzeit beim BMV Verlag bestellt werden.

Weitere Informationen zum Film findet ihr auf der Zombies from Outer Space Homepage.

Der Trailer:

* Titelbild: Fear4You

 

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Über Mick Baltes

Jahrgang 1962, studierte Politikwissenschaft und Kunst in Duisburg. Hat Spaß an Blues, Rock und gutem Songwriting. Ist Cineast und TV-Junkie. Arbeitet als Redakteur und Webdesigner.

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