Review zur aktuellen Episode

Sons of Anarchy – S06E10 – Huang Wu

Tell her the truth, tell her, tell her, tell her! Jax Teller, harter Biker mit enorm dicken Eiern, hat haufenweise Probleme am Laufen, aber sein größtes ist und bleibt die Wahrheit. In der Logik des Serienuniversum ein Manko, das ihm seine Mutter neben die Wiege gelegt hat. Die lügt auch ständig, sogar den Zuschauer an, wenn sie über ihren Sohnemann reüssiert: “he loves deep but he hates deeper!” Boah – wat’n Satz; kitschig und bedeutungslos zugleich.

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Testosteronherzen; Quelle: Daniela Stärk

Testosteronherzen; Quelle: Daniela Stärk

Was Liebe genau bedeutet, weiß der Teufel. Sons of Anarchy ist weder Shakespeare noch Kafka, und deshalb werden die all-time-favorites Vertrauen, Hingabe und Angst so oberflächlich behandelt, dass von emotionaler Tiefe keine Rede sein kann. Der oben zitierte Satz aus der Pralinenschachtel der Old Lady Gemma Teller mutet wieder einmal nur pathetisch an. Das ist gleichermaßen schade wie langweilig, denn – wenn ich das richtig sehe – soll der Club doch eine Karthasis durchlaufen: Raus aus dem Waffengeschäft, Finger weg von den Drogen und her mit der heilen Welt!

Charlie Hunnam darf in Huang Wu ein paar Minuten lang den verletzten Dackel spielen, weil ihn verdammtnochmal seine eigene Frau belogen hat! Noch n Boah! [Sarkasmus]. Nichts überrascht mehr [Wahrheit]. Handsome Jax’ Rumgevögel mit der blonden Ische genau so wenig wie Clay Morrows “business calls”, von denen ich mich frage, wie er die immer bewerkstelligt. Der Informant mit den Büchern für die Knastis überzeugt mich jedenfalls nicht. Offenbar sind alle überall korrupt. Aha.

Galan O’Shay schießt des Weiteren zwei Chinesen tot, woraufhin sämtliche Beteiligten etwas schockiert sind. Der Wahnsinnige benutzt die coolen Schießgewehre zum Töten von Menschen? Boah again! Huang Wu kommt als Glückskeks um die Ecke und liefert der anarchischen Lederjackecrew einen willkommenen Lösungsansatz: Soll der sich ruhig an dem irischen Irren rächen, damit sich die Gewaltspirale einfach nur woanders weiterdreht.

Kein Originalitätspreis auch diesmal für eine der pseudomännlichsten Serien unserer Zeit des Umbruchs. Testosteronherzen fliegen dem Azur des Himmelsgewölbe entgegen.

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Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.

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