YOLO war gestern

M.I.A. veröffentlicht Musikvideo zu ‘Y.A.L.A.’ mit Epilepsie-Warnung

Die britische Sängerin mit Sri Lankischen Wurzeln hat Anfang des Monats ihr neues Album ‘Matangi’ herausgebracht. Nun folgt – in Zusammenarbeit mit der Modemarke Kenzo – das neue Video zur aktuellen Single mit dem Titel ‘Y.A.L.A’.

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 (Foto: Daniel Sannwald/Universal Music)

M.I.A.s neues Album ‘Matangi’ erschien am 4. November.
(Foto: Daniel Sannwald/Universal Music)

Der schrille rote Faden ihres Albums, bestehend aus einem Neon-Metallic-Look, lässt den Zusammenhang der grellen Mode der ‘Galang’-Sängerin, ihrer coolen Musik und ihrem bunten Style an sich, erkennen.

Farbenprächtig psychedelisch und flimmernd leuchtend – so erscheint die Musikerin in ihrem neuen Filmchen zu ‘Y.A.L.A.’ und rappt in üblicher Manier. Zu Beginn wird der Zuschauer gewarnt: “this film contains flashing images”. Das ist mal eine Ansage.

Es wird nämlich jetzt nicht mehr ‘You Only Live Once’ zelebriert, das war sowieso viel zu Millennium, sondern ‘You Always Live Again‘.

Nach Wiedergeburt streben, ist das wirklich die Message, die uns die 38-jährige Sängerin mit ihrem vierten Studioalbum mitteilen möchte? Der Track endet mit den Worten:

“YOLO? I don’t even know anymore, what that even mean’, though.
If you only live once why we keep doing the same shit?
Back home where I come from, we keep being born again and again and again.
That’s why they invented karma.”

im Outro. Aber eigentlich geht es bei der YOLO-Mentalität ja auch nicht darum immer das Gleiche zu machen, sondern Neues zu entdecken, Einmaliges im Hier und Jetzt zu erleben.

Man kann also M.I.A. insofern zustimmen, dass die Menschen “the same shit” machen, aber nur weil die YOLO-Einstellung bei den Wenigsten tatsächlich angekommen ist, geschweige denn, dass die große Masse – die beispielsweise dem Papst hinterher rennt, um ins Himmelreich zu kommen – schon bereit für Y.A.L.A. ist.

Vergleicht man allerding sein eigenes Konto und Lifestyle mit dem von Mathangi ‘Maya’ Arulpragasam, wie M.I.A. mit bürgerlichem Namen heißt, dann möchte man hoffen, an diesem Wiedergeburtsglauben könnte wirklich etwas dran sein.

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Über Emilia Gallas

Musikliebhaberin, Literaturwissenschaftlerin, freiberufliche Journalistin und Musikredakteurin aus Bremen. Elektronische Sounds sind ihr willkommen, alle anderen aber auch.

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