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Die tierischen 10 – Mit Billigclips zum Serienhit

Kompetenz jedweder Art ist ja bei einigen Privatsendern nicht zwingend für Erfolg nötig, wie Daniela Katzenberger immer wieder eindrucksvoll unter Beweis stellt. Deswegen ist der sogenannte Hundeprofi Marin Rütter eine wohltuende Ausnahme: Er scheint zu meinen, was er sagt, und wenn man Hundebesitzern glauben will, weiß er auch genau, was er tut. Das er quasi nebenbei ein wirkliches Showtalent ist, der ganz genau weiß, wie er Akzente zu setzen hat, ist sozusagen das Bonusprogramm. Es konnte also nicht lange dauern, bis neben dem Hundeprofi und dem Promihundeprofi ein drittes Format geboren wurde. Seit Oktober bevölkern die sogenannten “Tierischen Zehn” den Bildschirm.

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Kim Fischer und Martin Rütter mit großen Ohren ((c) (Foto: VOX/Ralf Juergen

Kim Fischer und Martin Rütter mit großen Ohren ((c) (Foto: VOX/Ralf Juergen

Eine sichtbar günstig produzierte Show mit  Moderator Jochen Schropp, dessen Unterhaltungswert mitunter der eines schlafenden Rottweilers entspricht, und einer kleinen Schar von Promis, die auf einem Sofa Platz nehmen, dümmliche Spielchen spielen und angemessen bewegt von ihren eigenen Erlebnissen mit Tieren berichten dürfen. Ganze Sätze sind in den Dialogen allerdings in der Minderheit. “Ach, Martin!” “Ach du auch!”, “Damals, als ich..”, “Ich hätte fast geweint…” und so weiter und so weiter. Das wäre ja alles nicht so schlimm: aber die eingespielten Filmchen, die den anderen Teil der Sendung bilden, ähneln verblüffend den bemüht witzigen und eigentlich unerträglichen verwackelten Privatvideos auf Youtube oder Clipfish, unter dem Titel: “Kätzchen Bob schläft ein” oder “Dobermann gegen wütende Katze”, bei denen man froh ist, den Ausgang nicht immer zu kennen. Manchmal allerdings sind ganz witzige Ausschnitte dabei, und wenn die Kommentare der Promis dann nicht zu banal ausfallen, kann das ein ganz amüsanter Abend werden. Ein solcher war es auch gestern, als sich Martin Rütter mit drei Prominenten und den 10 nervigsten Tierproblemen herumschlagen durfte. Natürlich spielten Ausscheidungen und netten ausländische Essgewohnheiten (lebende Maden vor laufender Kamera verzehren) wieder eine Rolle. Damit beschäftigten sich  Kim Fischer, Alexander Post, Nobel-Wohnungsvermittler, der eher durch Tier-Abneigung durch schlechte Erfahrung auffiel (aggressive Wildschweine verfolgen ihn beim Joggen im Grunewald) und „Lehrerkind“ Bastian Bielendorfer. Da werden Tiere unter anderem als Verkehrshindernis,  als Wohnungszerstörer, Ausscheidungskünstler und Menschen als Geschenkempfänger für Katzenbeute abgehandelt. Das ist wie immer mäßig witzig, aber unterhaltsam, wenn man auf einen Spätfilm wartet oder wieder mal bügeln muss.

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Eine Antwort auf Die tierischen 10 – Mit Billigclips zum Serienhit

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