Ein Löffel Glück

Kochshows haben Konjunktur – The Taste

Jetzt hat die Welle der Challenges, Battles und wie die ganzen Herausforderungen auf denglisch oder neudeutsch genannt werden, auch die Küche erreicht. Nachdem das Feld der Restauranttester, -retter, und -gründer senderweit beackert ist, musste was Neues her. Und was liegt näher, als kurzerhand auch ein paar weitere Showelemete wie Blindwahl, Ausschluss und verschiedenen Teams gegeneinander antreten zu lassen, auch noch mal zu recyceln. Und aus dieser Gemengelage entstand ” The Taste“. indem die Kochkünste sozusagen auf die Spitze getrieben werden. Ein einziger Löffel entscheidet,

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Fernseh- und Sternekoch Frank Rosin (2011 © Udo Grimberg)

Fernseh- und Sternekoch Frank Rosin (2011 © Udo Grimberg)

ob ein Team – bestehend aus vier Köchen verschiedenster Ausbildung und Ambition – ein Mitglied verliert beziehungsweise eine Runde weiter kommt. Dann gibt es hier natürlich auch die sogenannten Coaches, in Gestalt der TV erfahrenen Rundumtalente Tim Mälzer, der den Psycho gibt, Frank Rosin, der kalt und kühl gustiert und urteilt. Die alle und alles umarmende Lea Linster bekommt den engagierten Alexander Hermann zur Seite gestellt, und alle köcheln gemeinsam die Suppe der Emotionen zwischen den Teams und den einzelnen Kandidaten hoch. Und wie üblich geht es eigentlich weniger um das Kochen an sich, dass bei dem rasanten Tempo live gar nicht gezeigt werden kann, als vielmehr um die Befindlichkeiten, Eifersüchteleien und Nervenkriege der teilnehmenden Köche und – das ist das amüsante daran – auch der Meisterköche. Da blitzt hin und wieder schon etwas wie echte Zu- oder Abneigung auf und macht die Sache inmitten der ganzen hochstilisierten Rivalität interessant. Aufgemischt wurden die Teams am gestrigen Abend auch noch durch die Kritik von Christian Lohse, Meisterkoch aus Berlins berühmtem Lokal “Fischers Fritz”, der souverän in die Teameifersüchteleien hineingrätschte und erfrischend unsanft mit den Kandidaten umging. Und weil man sich tatsächlich zum Großteil exzessive Befindlichkeitsabstecher in die Kandidatenpsyche verkneift, ist das ganze wenn schon nicht innovativ, so doch leicht und bekömmlich – sprich unterhaltsam. Und dass ausgerechnet die älteste Teilnehmerin mit einem Griespudding punktete, war schon fast wieder rührend. Man könnte sagen: da ist noch viel Luft nach oben oder: Guten Appetit.

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Eine Antwort auf Kochshows haben Konjunktur – The Taste

  1. Pingback: The Taste geht in die nächste Runde – amusio.com

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