Power-Pop-Ballade oder klischeehafte Liebesschnulze

Katy Perrys neues Video zur zweiten Single ‘Unconditionally’

Sie kann mehr als nur brüllen? Nach der ersten Single ‘Roar’, in der uns das Californian Gurl noch im sommerlichen Dschungel-Outfit durchs Musikvideo führte, kommt jetzt, pünktlich zu Beginn der kalten Jahreszeit, die Pop-Ballade ‘Unconditionally’ als zweite Auskopplung ihres aktuellen Albums ‘Prism’.

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 (Foto: Universal Music)

Was wurde aus “You’re gonna hear me roar”?
(Foto: Universal Music)

Hach ja, das ist schon so eine Sache mit der bedingungslosen Liebe. Das weiß sicher auch Katy Perry; spätestens nach der Trennung von Ehemann Russell Brand im letzten Jahr.

So ließ die 29-jährige Sängerin kürzlich noch verlauten – möglicherweise auch, um den Albumverkauf zu pushen – sie habe auf ‘Prism‘ ihr Beziehungsende, die Scheidung und ihren Trennungsschmerz verarbeitet, aber hege keine Rachegedanken.

Ihr viertes Studioalbum erreichte zwar die Top Ten der meisten Länder, blieb allerdings dennoch hinter den Erwartungen zurück. Unter anderem, weil es zu erwachsen sein wollte, aber zu beliebig und nicht edgy genug war.

In ihrem neuen Song ‘Unconditionally’, soll es jedenfalls um bedingungslose Liebe, Vertrauen und das Befreien von Ängsten gehen. Der Text allerdings, ist alles andere als geistreich und so schnulzig, dass er es nicht mal Wert wäre, hier zitiert zu werden.

So viel sei gesagt: Es wird ziemlich viel ‘I love you’ gesungen, gepaart mit aufopfernden Liebesschwüren und der Aufforderung sein Herz zu öffnen. Das ist weder süß, noch besonders innovativ. Da hätte man irgendwie doch mehr von der begabten Künstlerin erwartet.

Gut, dass der Text ja bekanntlich nicht immer das Entscheidende im Pop-Business ist. Der Titel ‘Unconditionally’ überzeugt vor allem durch melodische Power und einen gewissen Wiedererkennungswert.

Im winterlichen Video – kunstvoll inszeniert und hochwertig produziert – ist die Musikerin in zwei unterschiedlichen Kulissen als Schneewittchen im Schnee und Prinzessin auf einem Ball zu sehen. Am Ende verschmelzen dann die beiden Settings miteinander. Aber seht selbst. Hier geht’s zum Video.

Flammen und Schnee – ist das die Weiterentwicklung des ‘Hot ‘n Cold‘-Motivs von 2008?

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Über Emilia Gallas

Musikliebhaberin, Literaturwissenschaftlerin, freiberufliche Journalistin und Musikredakteurin aus Bremen. Elektronische Sounds sind ihr willkommen, alle anderen aber auch.

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