Kulinarische Sterbehilfe

Die Kochprofis – ein Ausflug nach Bella Italia

Die Kochprofis versuchen einem italienischen Restaurantbesitzer auf die Beine zu helfen – und das geht so: Immer wieder gibt es diesen magischen Moment, wenn das Auto mit den stilisierten Flammen um die Ecke biegt und mit immer ähnlichen Rezepten versucht wird, ein schlingerndes Gastronomieschiff in den sicheren Hafen der Erfolgsgastronomie zu leiten. Mit oder ohne Mithilfe der lokalen Gastronomen werden Marketingideen entwickelt, die Küche umgekrempelt oder sogar umgestaltet. Dabei kann man angesichts der Mischung aus Selbsttäuschung und Ahnungslosigkeit aller Art schon von Gastronomiesümpfen spreche, die trockengelegt werden sollten. Dabei ist der Erfolg der Maßnahmen bei weitem nicht immer garantiert.

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Ole Plogstedt -Ein Teil der kulinarischen Eingreiftruppe Foto: (© Cornelius Zoch)

Ole Plogstedt – Ein Teil der kulinarischen Eingreiftruppe (Foto: © Cornelius Zoch)

Dies kann aus verschiedensten Gründen sein, aber immer stehen die Helfer als die Guten da – natürlich, ist man versucht zu sagen. Heute nun gab es einen Abstecher nach Bella Italia in Gestalt des Restaurants Rampello, der stuhl- und tischbestückte Lebenstraum eines italienischstämmigen ehemaligen Kellners, der jetzt in der Küche schaltet und waltet. Seine Frau ist für Service und Geld, respektive Buchhaltung zuständig, und der Schwager ist als Servicekraft auch noch mit von der Partie. Gelernt haben sie den Beruf alle Drei nicht, gehen aber durchaus mit Engagement und Freude an die Sache heran. Da ist guter Rat teuer: Ole Plogstedt, Andi Schweiger und Mike Suesser stellen zuerst fest, daß der Koch auch die Gerichte nach Gefühl und nicht nach Geschmack würzt und dann, daß das Lokal seit Eröffnung rote Zahlen schreibt. Selbst am groß beworbenen Eventabend bleiben trotz ausgehöhlter Parmesanleiber, in denen leckere Gerichte serviert werden, ein Teil der Plätze leer, und da die Kosten die Einnahmen bei weitem übersteigen und auch noch Schulden vorhanden sind, holen die Profis erst mal eine Insolvenzverwalterin heran. Diese rät dann auch von einem Weiterführen des Geschäftes ab. Aber die drei bleiben hartnäckig und wollen trotz drückender Konkurrenz in unmittelbarer Umgebung versuchen, das Lokal weiter zu führen. Dafür bekommen sie die Anerkennung und ein Foto der Kochprofis, allerdings zweifeln die selbst, ob man dem Lokal und seinen Besitzern nachhaltig helfen konnte. Immerhin, wie im Abspann zu erfahren ist, existiert das Lokal drei Wochen später immer noch. Doch der endgültige Ausgang bleibt natürlich ungewiss. Fazit: lieber Mal die Profis ranlassen.

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