Musikalisches Kalenderblatt

Bewahrer der Oper im 20. Jahrhundert – zum 100. Geburtstag von Benjamin Britten

Im Rummel um die beiden großen Figuren der Oper und des Musikdramas im 19. Jahrhundert wird oft übersehen, dass 2013 nicht etwa nur ein Verdi- und Wagner-, sondern auch ein Britten-Jahr ist. Denn heute vor 100 Jahren, am 22. November 1913 wurde in Lowestoft in Suffolk der englische Komponist und Dirigent Benjamin Britten geboren. Er war einer der wichtigsten Komponisten Englands und gehörte zu den weltweit bedeutendsten Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts. Auch außerhalb von Jubiläumszusammenhängen finden sich seine Opern bis heute auf den Spielplänen der Opernhäuser in der ganzen Welt.

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Benjamin Brittens Grab in Aldeburgh, Suffolk (Foto: Arno Drucker, Quelle: Wikimedia Commons)

Benjamin Brittens Grab in Aldeburgh, Suffolk (Foto: Arno Drucker, Quelle: Wikimedia Commons)

Seinen ersten Klavierunterricht erhielt Britten von seiner Mutter. 1925 setzte er seine musikalische Ausbildung bei dem englischen Komponisten Frank Bridge fort, von 1930 bis 1933 studierte er u. a. bei John Ireland Komposition und Klavier am Royal College of Music in London. 1933 wurde seine Sinfonietta op. 1 erstmals öffentlich aufgeführt. Der Pazifist Britten verließ 1939 Europa, kehrte aber schon 1942 aus den USA nach England zurück.

Seinen Durchbruch als Komponist erzielte er mit seiner Oper „Peter Grimes“, die 1945 von der Sadler’s Well Opera Company uraufgeführt wurde. In dieser Oper setzt sich Britten wie auch in vielen seiner anderen Werke – so etwa in „Albert Herring“ und im „Sommernachtstraum“ – mit der englischen Tradition auseinander. Musikalisch entwickelte er jenseits der in Westeuropa vorherrschenden Strömungen einen sehr individuellen Stil, der vielfältige Einflüsse aufnahm und sich durch seinen melodischen, harmonischen und klanglichen Reichtum auszeichnete. Er wurde so zu einem der beliebtesten Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Mit seinem Stück „The Young Person’s Guide to the Orchestra“, das aus Variationen und einer Fuge über ein Thema von Henry Purcell besteht, schuf Britten 1946 ein Standardwerk der musikalischen Kindererziehung. 1948 gründete er ein bis heute existierendes Musikfestival in seinem Wohnort Aldeburgh in der englischen Grafschaft Sussex. Diesem Ort blieb er bis zu seinem Tod am 4. Dezember 1976 treu.

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