Lustige Fratzenparade zur Primetime

The Voice Of Germany 2013 – Showdown Nr. 2

Es war wirklich eine Qual bis zum Schluss vorm Bildschirm zu verharren: Bei „The Voice Of Germany“ wurde wieder einmal ein bunter Blumenstrauß aus Selbstdarstellern und affig gekleideten Möchtegern-Künstlern zusammengestellt.

Doch auch die „Coaches“ bestechen durch peinliche Sprüche und unpassende Körpersprache. In dieser Disziplin führt Nena das Feld ganz klar an. Bei ihr hat man ständig den Eindruck, dass sie gerade total high ist und ihre eigene Stimme immer etwas verzögert wahrnimmt.

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Hinter den Kulissen wird mitgefiebert: The Voice Of Germany 2013 / Quelle: screenshot (Sat1)

Hinter den Kulissen wird “mitgefiebert”: The Voice Of Germany 2013 / Quelle: screenshot (Sat1)

Und die „Talents“? Im „Team Max Herre“ fand sich eine Kandidatin, die bereits zum Studium an einer Musical-Hochschule zugelassen ist. „Leute, die von Hochschulen kommen, wissen natürlich viel über Technik. Leider geht dabei oft die Echtheit, Anfälligkeit und damit auch die Authentizität der Stimme verloren.“, so der 40-jährige Stuttgarter.

Positiv aufgefallen ist die 27-jährige Judith, die mit kahlgeschorenem Haupt und ihren zahlreichen Tätowierungen eine Mischung aus Jennifer Weist von Jennifer Rostock und dem irischen Stimmwunder Sinéad O’Connor darstellt. Dies ist natürlich eine Assoziation auf RTLII-Niveau, die aber in diesem Fall nicht von der Hand zu weisen ist.

Besonders schlimm fiel jedoch der Teilnehmer auf, der den Song „Kraniche“ von Kuscheltyp und CDU-Sympathisant Axel Bosse performte: „Vielleicht sieht er ja den Auftritt und gibt mir Feedback!“, so der 22-Jährige Rasmus. Ja, vielleicht…

Vom Kameraschwenk in den Backstage-Raum zu den Verwandten und Freunden der Talente möchte ich hier gar nicht erst anfangen.

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Über Peter Geuze

Lebt und arbeitet als Musiker, Musiklehrer und freiberuflicher Musikredakteur in Leipzig. Lieblingsthema ist rockige Gitarrenmusik, aber auch für andere Klänge hat er stets ein offenes Ohr.

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