Musikalisches Kalenderblatt

Tönender Trost in finsterer Zeit – Bachs Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“

Auch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war der November in Deutschland ein finsterer, grauer und kalter Monat, und so werden auch die Besucher des Leipziger Gottesdienstes am 25. November 1731 des Trostes bedürftig gewesen sein. Sie haben ihn an diesem Tag gefunden, denn an jenem 27. Sonntag nach Trinitatis, der im Jahr 1731 auf den 25. November fiel, wurde eine der heute bekanntesten Kantaten Johann Sebastian Bachs uraufgeführt: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, BWV 140.

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Johann Sebastian Bach, Porträt von Elias Gottlob Haussmann, 1748 (Quelle: Wikimedia Commons)

Johann Sebastian Bach, Porträt von Elias Gottlob Haussmann, 1748 (Quelle: Wikimedia Commons)

Inhaltlich geht es in dieser Kantate darum, dass die Verbindung der Seele mit Jesus mit einer Hochzeit verglichen wird. Der unbekannte Textdichter griff dabei auf den gleichnamigen Choral von Philipp Nicolai aus dem Jahr 1599 zurück. Diese Kantate hat insgesamt sieben Sätze und ist mit Tenor (Erzähler), Sopran (die Seele), Bass (Jesus), vierstimmigem gemischtem Chor und Orchester besetzt.

Berühmt wurde diese Kantate vor allem für ihren vierten Satz, den Bach später in eine Sammlung von Originaltranskriptionen von Kantaten aufnahm, die heute unter dem Namen „Schübler-Choräle“ bekannt ist. Seine von Vorhalten geprägte Melodie in den Streichern wurde oft zitiert und hat sogar Eingang in die Popmusik gefunden. Der fünfte Satz ist ein Rezitativ, der sechste ein Duett zwischen Sopran und Bass, in dem die Seele und Jesus glücklich vereint sind. Der siebte Satz schließt mit einem vierstimmigen Choral.

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