Blue Smoke World Tour

Dolly Parton kommt nach Köln und Berlin

Am 5. Juli des kommenden Sommers in Köln (Blue Shell, parton, LANXESS Arena) und tags drauf in Berlin (o2 World) gibt sich Dolly Parton, Mega-Star und Kult-Ikone der US-Country-Szene (und Patentante von Miley Cyrus), die Ehre. Nach über Jahren und Jahren Abstinenz von deutschen Bühnen. Bis dahin wird sie ihr neues, 43. Studioalbum im Gepäck haben, das seinen Titel mit dem der Tour teilt: „Blue Smoke“ (Dolly Records, wo sonst?!). Allerdings dürfte kaum zu erwarten sein, dass an den beiden Abenden das Rauchverbot in den Arenen aufgehoben wird.

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Dolly zu Beginn ihrer Karriere (dollypartonmusic.net)

Dolly zu Beginn ihrer Karriere (dollypartonmusic.net)

Dolly Parton ist eine Künstlerin der Superlative: In ihrer nun über vierzig Jahre währenden Karriere hat es die bald Achtundsechzigjährige auf über 100 Millionen verkaufte Tonträger, 25 Nummer-1-Hits und 8 Grammy-Awards gebracht. Darüber hinaus gilt sie als die reichste und umsatzstärkste Frau des Country- und Popolymps. Schließlich brilliert sie auch als Unternehmerin, mit ihrem Freizeitpark („Dollywood“), ihrer Kosmetikmarke und Perückenmanufaktur gilt sie als die wichtigste Arbeitgeberin im US-Staat Tennessee.

Doch auch was das Songwriting betrifft, schlägt sie vermutlich sämtliche Rekorde: Sie besitzt das Copyright von über 3000 (!) Songs, beispielsweise stammt „I will always love you“ (Whitney Houston) aus ihrer Feder. Oder auch „Jolene“, das später u.a. von den White Stripes gecovert wurde (und in einer vom Rolling Stone 2004 veröffentlichten Liste der 500 besten Songs aller Zeiten den 217. Platz belegte). In der klassischen Country-Music daheim, hat sie immer wieder Ausflüge in moderne Popmusik unternommen; in den vergangenen Jahren widmete sich Dolly Parton verstärkt der Bluegrass-Tradition.

Die erste Schönheits-OP mit 22: Dolly Parton (dollypartonmusic.net)

Die erste Schönheits-OP mit 22: Dolly Parton (dollypartonmusic.net)

Wer denkt, dass sie naturgemäß ausschließlich über Patriotismus, Liebeslust und Liebesleid singt, sieht sich bei genauerer Betrachtung eines Besseren belehrt. Häufig greift sie Themen auf, die so gar nicht in die konservative Country-Welt passen wollen: Tod, suizidale Tendenzen, Drogensucht, Kritik an US-amerikanischen und globalen Missständen. Das Engagement für die Homo-Ehe hat der aus dem „Bible Belt“ stammenden Dolly schon Morddrohungen beschert. Ihre makellose (inzwischen selbstverständlich tüchtig geliftete) Erscheinung, die sie zum Männertraum und zur Sexbombe stilisiert(e), täuscht allzu leicht über eine Künstlerin hinweg, die diesen Namen auch verdient.

Die hohen Erwartungen an eine „Blue Smoke World Tour“ wird sie hingegen sicher erfüllen oder gar übertreffen. Es steht ein Konzert-Event der Luxus-Klasse an, mit einer Top-Band, Spitzen-Solisten und einer Dolly Parton, die Freude an ihrer Arbeit und Hingabe ausstrahlt – das alles zu ca. einem Drittel jenes Kartenpreises, den Barbra Streisand zuletzt verlangte und damit in Deutschland ziemlich auf ihre hübsche Nase gefallen ist.

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