Der Maestro auf Tour

Morricone dirigiert das Lied vom Tod

Mit 85 Jahren setzt einer der wichtigsten Score-Komponisten seine Gastspielreise durch die Konzerthallen dieser Welt auch 2014 fort. Dann wird er endlich auch im deutschsprachigen Raum zu erleben sein, mit einem 85-köpfigen Orchester und einem 70-stimmigen Chor. Als Maestro am Pult wird Ennio Morricone einen Querschnitt aus seinen über 500 Filmmusiken dirigieren. Und sich dabei sicher nicht nur auf seine bekanntesten Arbeiten verlassen, die den Italo-Western einst prägten. Der Oscar-Preisträger wird aus dem Fundus eines Lebenswerks schöpfen, das Cineasten und Musikliebhaber gleichermaßen mitreißen und zu Freudentränen rühren wird.

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Morricone in London (enniomorricone.it)

Morricone in London (enniomorricone.it)

Ausschnitte aus den preisgekrönten Scores für Filme wie „Cinema Paradiso“, „Mission“, „The Untouchables“ oder „Es war einmal in Amerika“ dürften mit Sicherheit und Grandezza auf dem Programm stehen. Ebenso seine stilbildenden Klassiker für „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „The Good, The Bad and The Ugly“ („Zwei glorreiche Halunken“). Seine Kompositionen für Pier Paolo Pasolini („Die 120 Tage von Sodom“), Tinto Brass („The Key“) oder Dario Argento („Das Stendhal Syndrom“) eventuell eher weniger, doch wer weiß, welche Partituren der Maestro von Orchester und Chor ausführen lässt?

„50 Years of Music“, so das prätentiös unprätentiöse Motto von Morricones Konzertreise, gibt es im kommenden Jahr endlich auch in Berlin (1. Februar, o2 Welt), Zürich (13. Februar, Hallenstadion), Wien (16. Februar, Stadthalle D), München (7. April, Olympiahalle) und Köln (14. April, Lanxess Arena) zu erleben. Und dass es sich dabei um musikalische Erlebnisse der Sonderklasse handeln wird, dürfte von niemandem bezweifelt werden, der auch nur die geringste Ahnung vom Schaffen Morricones sein eigen nennt. Was bereits in London, Moskau oder Peking begeisterte, sollte auch im kommenden Jahr Gänsehaut und Ergriffenheit auf ausgesprochen hohem Niveau auslösen.

Bleibt Morricone also nur zu wünschen, dass er weiterhin bei guter Gesundheit bleibt. Und dass sich artverwandte Italo-Musikgenies wie Angelo Badalamenti oder Riz Ortolani an ihm ein Beispiel nehmen und sich ebenfalls auf die Reise begeben, um ihre eigenen Werke konzertant zu würdigen.

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