Kleine Diva lässt das Eis schmelzen

Katie Melua traumhaft-zauberhaft in Berlin

In Berlin die erste Nacht mit Frost – aber mit ihrer Mischung aus Pop und Blues erwärmt Katie Melua die Herzen der Konzertbesucher im Berliner Tempodrom am vergangenen Montag. Sie beweist einmal mehr, dass man ein Publikum auch ohne Dancehits erobern kann.

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Katie Melua verzaubert im Berliner Tempodrom / Foto: Kristina Schippling

Katie Melua verzaubert im Berliner Tempodrom / Foto: Kristina Schippling

Die derzeitige Konzertreise ist gleichzeitig Live-Vorstellung ihres im September erschienen Albums „Ketevan“ und Teil der Jubiläumstour zum zehnjährigen Bühnenjubiläum. Seit einer Dekade, seit ihr Debüt „Call Off The Search“ erschienen ist, feiert die 29-Jährige Erfolge. Jedes ihrer Alben hat Gold oder Platin erreicht. Mit Radiohits hält sie sich allerdings eher zurück. Katie Melua ist und bleibt eine Künstlerin der leisen Töne, der Alben, inspiriert von Blues und Jazz.

Diese vornehme Zurückhaltung präsentierte Katie Melua auch am 25. November im Berliner Tempodrom. Das Wort Diva im Titel ist mit Bedacht gewählt, denn damit ist nicht die „Ich trinke nur Evian und wünsche mir sieben lanstilige rote Rosen in meiner Kabine“-Attitüde gemeint. Aber wie bewegt sich eine Diva auf der Bühne, mit welcher Mixtur aus Erhabenheit und Lässigkeit präsentiert sie ihre Werke? Habt ihr eine Vorstellung? Dann könnt ihr ungefähr erahnen, welches zauberhafte Spektakel die Besucher von Katie Meluas Berlin-Konzert erlebt haben. Als Beweis gibt es hier eine Fotostrecke zum Event.

Keine Special Effects nötig

Die britisch-georgische Sängerin beginnt das Konzert alleine mit Gitarre – und hier merkt man schon, dass sie und ihre atemberaubende Stimme genug sind, um eine Bühne zu füllen –, holt dann ihren Bassisten hinzu und schließlich die gesamte Band. Neben einer ausgeklügelten, aber zurückhaltenden Lichtshow schmücken lediglich fünf kristallene Kronleuchter die Bühne. Die Präsenz der Singer-Songwriterin und ihrer mit hervorragenden Jazzmusikern besetzten Band tragen das gesamte Konzert – keine Special Effects nötig.

In einem funkelnden Oberteil und bodenlangem Rock schwebt Katie Melua über die Bühne. Eine divenhafte Erscheinung; man fragt sich nur unweigerlich, wann sie über den Saum stolpert, wenn sie bei den schnelleren Nummern von einem Ende der Bühne zum anderen hüpft – aber sie fällt nicht. Zwischen Gitarre und Klavier wechselt die in Georgien geborene 29-Jährige, um Songs aus ihren sechs Alben zu spielen – von „The Closest Thing To Crazy“ vom Debüt bis zur aktuellen Single „Love Is A Silent Thief“.

Katie Melua singt Klassiker und neue Songs

Das Berliner Publikum, von Natur aus etwas schwermütig – und vermutlich von den wohl unbequemsten Sitzen der Hauptstadt gepeinigt –, zieht sie problemlos in ihren Bann. Highlight des Abends ist aber die Performance von „Nine Million Bicycles“, Katie Meluas hierzulande erfolgreichsten Single aus dem 2005er Album „Piece by Piece“. Von Anfang bis Ende einfach eine traumhaft-zauberhafte Darbietung.

Zu erwähnen bleibt an dieser Stelle bloß noch die Vorband Mrs. Greenbird mit ihrer grandiosen Akustik-Aufwärmshow.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

Eine Antwort auf Katie Melua traumhaft-zauberhaft in Berlin

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