Ziel: Liebenswerter werden

Kanye West auf der Suche nach einem neuen Image

Kanye West, bekannt für sein überdimensionales Ego und seine großspurig selbstverliebte Art, macht Schluss mit dem arroganten Poser-Gehabe und möchte seinem Image einen neuen Anstrich verpassen. Sein neu auserkorenes Ziel lautet, so liebenswert wie Lenny Kravitz werden.

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Kanye West

Kanye West versucht sich jetzt in Liebenswürdigkeit
(Foto: Def Jam / Universal)

Mit seiner leicht maßlosen Selbstüberschätzung machte sich Rapper Kanye West in Musiker- und Fankreisen nicht nur Freunde, sondern eckte mit Überheblichkeit und Prahlerei nicht nur einmal an – Hohn und Spott der Medien mit inbegriffen. Höchste Zeit um sein Auftreten zu überdenken, das dachte sich wohl auch der Verlobte von Kim Kardashian und gelobte Besserung. Er wünsche sich nichts sehnlicher, als endlich einmal sympathisch rüberzukommen – wie sein Musikerkollege Lenny Kravitz.

Während eines Konzertes im Madison Square Garden lobte West den Sänger über den grünen Klee: “Habt ihr schon einmal gehört, dass irgendwer einen Ton über Lenny Kravitz sagt? Er ist ein netter Kerl, er hat so gute Manieren. Ich beneide Leute, die extrem liebenswert sind, ich denke dann immer: ‘Verdammt, ich wünschte, ich könnte so liebenswert sein’.”

Einmal ins Schwärmen gekommen, fand der 36-Jährige kein Halten mehr und versicherte dem Publikum, ohne Vorreiter Lenny Kravitz würde es ihn erst gar nicht geben: “Ohne Lenny gäbe es keinen Song namens ‘N***as in Paris’, weil er der erste ‘N***a in Paris war. Lenny hat den besten Geschmack und das coolste Haus in Paris. Er designt Möbel und arbeitete lange an einer Modelinie. Ich sagte: ‘Ich habe einen Traum, ich will eine Modelinie machen.’ Und wisst ihr, was die Milliardäre mir sagten, während ich in Paris war? Sie sagten, Lenny wollte dasselbe. Ohne Lenny Kravitz gäbe es gäbe keinen Kanye West.”

Das Peinliche an der Sache und was selbst Kanye West nicht wusste: Lenny Kravitz befand sich im Publikum. Der 46-Jährige sei extrem peinlich berührt gewesen, als der Rapper anfing über ihn zu philosophieren. Aber trotz seiner Lobgesänge für Lenny Kravitz vergaß West auch bei diesem Konzert nicht zu erwähnen, wer hier eigentlich auf der Bühne steht: der größte Rockstar aller Zeiten!

In demütiger Bescheidenheit fuhr er fort: “Es ist zu witzig, wenn Leute mir ein Kompliment machen und das Wort ‘Genie’ benutzen, als ob mich das irgendwie von anderen Rappern trennt. Ich möchte, dass ihr alle realisiert, dass Jay-Z ein Genie ist, dass Drake ein Genie ist…wir sind moderne Poeten.”

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Über Agnes Berndanner

Agnes Berndanner | Freie Musikjournalistin. Geboren in Weißenburg i. Bay., derzeit beheimatet in Mannheim. Studium der Theater-, Musiktheater- und Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth. Zu jeder Situation den passenden Soundtrack, doch zu Hause fühlt sie sich in den musikalischen Extremen.

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