Foppen, Poppen, Weiterhoppen - H.P. Baxxter im Gespräch

Scooter: “Erwachsen werden wir nie!”

Lass uns tanzen. H.P. in Aktion (Foto: Jodo)

Lass uns tanzen. H.P. in Aktion (Foto: Jodo)

Welche Reaktionen, ob nun positiv oder negativ, sind Euch in der ganzen Zeit besonders im Gedächtnis geblieben?
H.P. Baxxter: Besonders beeindruckt waren wir von Anfang an bis heute von unserem Publikum und den Reaktionen in Russland und Osteuropa. Wir haben gerade eine 2-wöchige Russlandtour hinter uns und es hat uns wieder umgehauen.

Viele sehen Euch  als letzte Überlebende des Euro-Dance, obwohl ihr ja viel mehr gemacht habt. Beispielsweise “Lass uns tanzen”, der es sogar in die schwarze Elektro-Szene geschafft hat. Schaut ihr Euch diese Szenen aus und entwickelt daraus die Songs?
H.P. Baxxter: Nein, eigentlich machen wir uns garnicht so viele Gedanken und legen einfach mit dem Komponieren los. Aber wir freuen uns natürlich sehr, wenn unsere Musik einige Grenzen durchbricht und so auch auf Gruftie Parties läuft.

Mit Eurem Bandjubiläum habt ihr auch Eure alten Platten neu aufgelegt. Was war der Grund dafür?
H.P. Baxxter: Viele unserer Tracks sind schon 20 Jahre alt und entsprechen vom Sound nicht mehr den aktuellen Produktionen. Da wir nicht nur die alten Sachen neu auflegen wollten haben wir uns für die komplette Kollektion entschieden.

Wie laufen Albenveröffentlichungen mittlerweile ab? Spürt ihr Druck, wenn ihr neue Songs veröffentlicht? Die Menschen erwarten ja mindestens etwas riesengroßes…
H.P. Baxxter: Natürlich möchte man immer an die größten Erfolge anknüpfen, und wir geben uns da immer größte Mühe, aber manchmal will es nicht klappen. Dann ist es einfach so. Auf einem unserer letzten Alben hatten wir viele Dubstep-Einflüsse, weil wir alle große Fans von Skrillex sind. Das kam weder bei unseren Fans noch bei allen anderen besonders gut an. Aber so ist das manchmal.

Man kann also sagen: Scooter machen das, was sie wollen…
H.P. Baxxter: Genau! Wir machen, wozu wir Lust haben. Wir haben ja vor kurzem ein Buch über uns heraus gebracht. Vielleicht kommt in den nächsten 20 Jahren noch ein weiteres Buch dazu… Wobei ich denke, dass wir eher der Musik treu bleiben werden.

Oder du mal wieder als “X-Factor” Juror deine Kollegen ärgerst. Gerne erinnern wir uns an die ungläubigen Gesichter von Sandra Nasic, Sarah Connor und Moses Pelham, als du “Army Of Hardcore” performt hast…
H.P. Baxxter: Wobei, als ärgern würde ich es nicht unbedingt bezeichnen, vielleicht ist foppen da eher das richtige Wort. Ich hatte auf jeden Fall Spaß bei unserem Auftritt und auch an meiner Arbeit in der Jury. Da gehört es dazu, die Jury Kollegen auch ein wenig zu provozieren und auf den Arm zu nehmen. Das sorgt für eine lockere Atmosphäre.

Abschließend noch: Werdet ihr jemals erwachsen?
H.P. Baxxter: Vermutlich nicht.

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Über Daniel Dreßler

Freier Musikjournalist und Radiomoderator aus München. Befürworter der alternativen im Allgemeinen und der elektronischen Klangkunst im Besonderen. Der Strom macht die Musik!

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