Charteinstieg auf 1

Passafire mit Reggae-Rock-Mix auf Kurs

Album Nummer 5 der aus Georgia stammenden Passafire, „Vines“ betitelt, stellt nicht nur das bei Weitem ausgereifteste Werk der vier (ehemaligen?) Kunststudenten dar. Sondern auch das auf Anhieb kommerziell erfolgreichste ihrer bisherigen Karriere. Bei den oberamtlichen Billboard Reggae Charts gelang aus dem Stand der Sprung auf die Spitzenposition. Ab dem 31. Januar ist das bemerkenswert gelungene Teil dann auch in Deutschland erhältlich (Easy Star Records). Nichts für Rastas, die ihren Reggae pur brauchen. Jede Menge reichlich für open-minded Headshop-Kunden und anderweitig offene Ohren, die mal wieder einen neuen Kick brauchen. Don’t hesitate, go for it!

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Passafire, "Vines" (Easy Star / Broken Silence)

Passafire, “Vines” (Easy Star / Broken Silence)

Crossover, crossover, crossover – da schielen öfter als einmal die Red Hot Chili Peppers um die Ecke, nur ungleich variabler veranlagt. Denn Ted Bowne (Gitarre, Gesang), Mike Deguzman (Keyboards), Will (Bass) und Nick Kubley (Schlagzeug) brauen ein Gemisch auf, das weder vor Pop, Electronica, Metal oder Prog Rock halt macht. Doch dabei stets dem klassischen Reggae verpflichtet bleibt. Einzigartig, eingängig, ein Hoch auf so viel Kreativität im Umgang mit Stilen und Mitteln.

Produziert wurde das Erfolgsalbum von Paul Leary, der auch schon für U2, Sublime oder den Meat Puppets an den Reglern saß. Er sorgt für einen gleichsam geerdeten wie transparenten Sound, dessen Facettenreichtum sich mit jedem Durchlauf neu offenbart. Hier stimmen Intellekt, Geist und Gefühl überein, wie die heilige Dreifaltigkeit jenseits der Himmelspforte. Oder sollte lieber das Bild einer Vermählung von Instinkt und Raffinesse hinzugezogen werden?

Komplexität und Eingängigkeit sind bei Passafire nur zwei Seiten ein und derselben Medaille. So scheut man weder Ohrwürmer wie das groovende „Steam Rises“ oder „Souvenir“, noch elegante Holprigkeiten, wie etwa bei „Phony Imposter“ oder „Same Old Story“. Doch wie der Silberling auch gedreht und gewendet wird, so ungefähr nach der dritten Rotation ist er nicht mehr aus dem Kopf zu schlagen. Ein Album zum Aufwachen, Autofahren, Liebhaben … das den Ruf des Quartetts als eigenständig innovativer Crossover-Act eindrucksvoll unter Beweis stellt.

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