Satisfaction Guaranteed!?

Mogelpackung oder volles Brett – Sweet on Tour

Von der Originalbesetzung sind zwei Mitglieder bereits verstorben, doch Gitarrist Andy Scott tourt scheinbar unbekümmert weiter, weiter und immer weiter – unter dem guten alten Namen. Gleich 19 Konzerte umfasst die kommende Frühjahrstournee durch deutsche Lande, zuzüglich 4 Gigs in der Schweiz und einem in Wien. Selbstverständlich dreht sich dabei alles um die alten Smasher wie „Ballroom Blitz“ oder „Teenage Rampage“. Wird diese Angelegenheit Anlass zum Fremdschämen geben oder mitreißende Rocknostalgie bieten? Ganz klar letzteres, so sich das Motto der Tour nicht als leere Versprechung erweist: „Satisfaction Guaranteed“.

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Let us satisfy you: Sweet (thesweet.com)

Let us satisfy you: Sweet (thesweet.com)

Zweierlei dürfte Vorschusslorbeer rechtfertigen: Erstens hat Andy Scott das Fähnlein der Glam-Legende „Sweet“ stets hochgehalten, er wird also keinesfalls als ein erst kürzlich mühsam reaktivierter Rockrentner die Bühne betreten. Und zweitens: Er hat mit Bruce Bisland (Drums), Peter Lincoln (Bass) und Tony O’Hara (Keyboard / Gitarre) eine Band um sich geschart, die weiß, was es heißt, auf der Bühne kräftig zuzupacken. Immerhin entstammen die „Jungs“ exzellenten Hard & Heavy Bands wie den „Praying Mantis“ oder „Onslaught“. Insofern dürfte ein anständiger Härtefaktor gegeben sein, was die Angst vor einem peinlichen Oldie-Revival quasi schon im Kein erstickt.

Es spricht für das Selbstverständnis des Andy Scott, dass er anstatt das Sweet-Erbe nur zu verwalten, versucht, es mit offensichtlich erneuerbarer Energie am Leben zu erhalten. Was ist daran einzuwenden? Vielleicht die Zurückhaltung hinsichtlich neuen Materials. Eine neue CD ist zwar angekündigt, aber, Stand der Dinge, handelt es sich dabei um eine weitere Auflage einer alten Scheibe, „Sweet Fanny Adams“. Für die Tour werden jedenfalls neben dem Versprechen, sämtliche alten Kracher darbieten zu wollen, auch einige „Überraschungen“ angekündigt, was selbstverständlich auch für den Merch-Stand gilt.

Leider unverkäuflich: Originale aus den Siebzigern (thesweet.co)

Leider unverkäuflich: Originale aus den Siebzigern (thesweet.co)

Und nun kribbelt es doch, schließlich haben die Originale kaum etwas von ihrem zupackenden Schmiss eingebüßt. Diese nun noch einmal zu erleben – in einem frischen, angesichts der Bandmitglieder und deren Vergangenheit vielleicht sogar ausgehärteten Gewand – birgt einen Reiz, der sich mit einem Blick auf die aktuelle Schedule weiter verstärkt. Im alten Jahr touren Sweet noch gemeinsam mit den Haudegen von Slade durchs Vereinigte Königreich. Und bevor sie nach Deutschland kommen, werden sie eine ausladende Tour durch Australien hinter sich gebracht haben. Also dürfte eine bestens eingespielte Band auf den Plan treten, um zu beweisen, dass hinter „Satisfaction Guaranteed“ mehr Programm denn Floskel steckt.

Tourdaten, aktuell und worldwide: www.thesweet.com.

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