Goodbye, Mr. Pumpernickel

Radio-Legende Chris Howland verstorben

Bereits am Samstag ist Chris Howland von uns gegangen. Noch vor zwei Wochen moderierte der Fünfundachtzigjährige auf WDR 4 seine „Spielereien mit Schallplatten“. Umso mehr erschüttert die Nachricht von seinem Ableben. In Dankbarkeit nehmen wir Abschied von einem der ganz Großen der deutschen Radiolandschaft. Chris Howland machte englischsprachige Musik salonfähig, prägte den Begriff des Radio-Discjockeys in Deutschland wie keiner vor ihm und brachte das Kinopublikum als Nebendarsteller in Unterhaltungsfilmen zum Lachen. Farewell, Mr. Heinrich Punpernickel.

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Chris Howland 1928 - 2013 (starsandmore/rolandradmann)

Chris Howland 1928 – 2013 (starsandmore/rolandradmann)

Schon früh trat Chris Howland in die Fußstapfen seines Vaters, der bei der BBC einer der angesehensten Persönlichkeiten war. Beim BBC lernte er von der Pike auf das Handwerk Radio: Lebendigkeit, Offenheit, Präszision. 1952 begab er sich auf zu neuen Ufern und bewarb sich beim NWDR, wo er mit seinem sympathischen Radebrechen sofort die Herzen der (jungen) Zuhörer zu erobern wusste. In den Folgejahren nahm seine Popularität immer größere Formen an, neben seinen Radio-Formaten wie dem „Schlager-Express“ veröffentlichte er mit großem Erfolg seine eigenen Schlager („Das hab’ ich in Paris gelernt“, „Hämmerchen Polka“), wechselte ins Fernsehen („Vorsicht Kamera“) und reüssierte als Darsteller, unter anderem in den Karl-May-Filmen der 60er-Jahre.

In den siebziger Jahren hielt er sich zunächst überwiegend auf Mallorca auf (wo er, natürlich, einen deutschsprachigen Sender aufbaute), um anschließend wieder in seiner ersten Wahlheimat (und zumeist im Auftrag des WDR) tätig zu sein. Bis zuletzt. Mach’s gut, Chris Howland, der deutsche Rundfunk hat dir sehr viel zu verdanken.

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