VYRE – The Initial Frontier Pt. 1: Gefunden im Weltraum

Wer kennt das nicht: Man driftet wieder einmal ziellos durch den Weltraum, den vorbeifliegenden Marsmännchen zu winken wird mittlerweile langweilig und die Ferngespräche auf den Saturn sind einfach zu teuer, also muss endlich etwas Spannendes her. Das Debütalbum der deutschen VYRE ist in so einer Situation genau das Richtige!

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Und schickes Cover haben sie auch noch: "The Initial Frontier Pt. 1" (Quelle: Supreme Chaos Records)

Und schickes Cover haben sie auch noch: “The Initial Frontier Pt. 1″ (Quelle: Supreme Chaos Records)

Denn obwohl die Scheibe im Prinzip dem Black Metal zuzuordnen ist, gelingt es den sechs deutschen Sci-Fi-Musikern genau das zu umgehen, was in der Szene als abgedroschen und klischeehaft gilt. Stattdessen kommen sie mit messerscharfem Sound, melodischen aber fiesen Songs daher und klingen damit so erfrischend neu, alternativ und episch, dass sie problemlos auch in Ohren passen, die mit Finstergekrächze à la Mayhem überhaupt nichts anfangen können.

Fünf jeweils zehnminütige Songs und ein kurzes Intro versammeln sich auf „The Initial Frontier Pt. 1“, und wie der Name bereits sagt, ist dies nur der Anfang von VYREs Space Odysee, denn der zweite Teil soll bereits 2014 folgen. Die Tatsache, dass die junge Band schafft, so viel Material in derart genialer Qualität heranzuschaffen, führt dann rasch einmal zum panischen Sauerstoffverbrauch im Raumschiff. Macht aber nix – Chor-Parts, schräge Jamsessions und Blueseinlagen sorgen für genügend irrsinnige Abwechslung vor dem sicheren Tod.

Wer also offen für avantgardistische Angelegenheiten im Black Metal ist, sollte „The Initial Frontier Pt. 1“ unbedingt für sich beanspruchen und einen Landeanflug auf das Khaos Kvlt Festival im April starten.

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Über Anne-Catherine Swallow

Geboren 1987 in Heidelberg, aufgewachsen in Paris, Diplom Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus aus Hildesheim. Zu haben für alles, was laut, düster und böse ist.

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