Denovali präsentiert “This Kindly Slumber”

Birds Of Passage betören mit neuem Album

Auf ihrem neuen Album, „This Kindly Slumber“ (VÖ: 24. Januar, Denovali) rührt die Neuseeländerin Alicia Merz alias Birds Of Passage mit ihrer Stimme, ihren Kompositionen und Arrangements ein hochwirksames Balsam für offene Wunden und zugleich ein berauschendes Tonikum für waidwunde Seelen an, das den Hörer aus unheilvollen verhallten Schreckenskammern hin zum Licht aus Hoffnung und Zuversicht führt. Werft eure Neuroleptika aus den Schießscharten der Seele, es ist wieder an der Zeit, auch an der Introspektive Wohlgefallen zu finden, dort wo Erinnerung behutsam zu Wachträumen einlädt und Sonnenstrahlen wärmen statt zu blenden.

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This Kindly Slumber (Denovali)

This Kindly Slumber (Denovali)

Was an der Oberfläche noch nach der gern genommenen Mixtur aus ambienten Flächen, abgeraut-chorischen Drones und einer Innigkeit simulierenden Stimme zu klingen scheint, wandelt sich mit jeder Minute zu einem Refugium der Linderung, das mit einer unerhörten Transparenz und somit einer unwiderstehlichen Authentizität aufwartet, die so vielleicht nicht zu erwarten war. Hören heißt glauben, glauben machen, schenken und verbreiten. Überflüssiges (wie etwa dem Kitsch geschuldete, elaborierte Songstrukturen) wird in friedvoll belebten Mäandern ausgespült und bleibt als Lemna individueller Hörgewohnheiten Privatsache.

Alicia Merz aus Waikato wird ihre (musikalische) Poesie und assoziativ ausgestaltet Poetik sicherlich nicht ihrer therapeutischen Funktion entziehen wollen. Nicht zuletzt fällt auch die Aktivität des Starrens in die Kategorie kurativer Technik, wie schließlich das Outro „Lonesome Tame“ stilbildend nahelegt. „This Kindly Slumber“, versuchsweise am ehesten noch mit den Arbeiten von Liz Harris (Grouper) oder zurückgenommen agierenden Stars Of The Lid in Bezug zu setzen (weitere Namen sind zwar Legion, tragen aber kaum zum besseren Verständnis von Merz‘ Hochkunst bei), entfaltet Werte, die sich der gebundenen Form verweigern.

Es sind die denkbar einfachsten Mittel, die hier aus scheinbar fragilen Bachblüten inerte Blumenstöcke entstehen lassen: Erst im freien Spiel mit den Bewusstseinsströmen des Hörers lichtet sich das Geheimnis dieses Albums, ein Geheimnis, dass strukturell auf diese individuellen Dispositionen angewiesen ist, um sich selbst zu wahren. Dieses Release – ein Penelopewerk des Vergessens und des Aufbruchs.

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