Am 14. Februar unterzieht Annett Lousian die ohnehin schon quicklebendige deutsche Popmusikszene einer weiteren Frischzellenkur. Denn wenn sie mit ihrem neuen Album vordergründig „Zu viel Information“ (Smd 105music/Sony Music, auch als Doppel-CD Fan-Edition erhältlich) beklagt, dann tut sie dies mit der ihr eigenen feinen Ironie. Da macht die nur gut zweiminütige Auskopplung „Dein Ding“ keine Ausnahme. Ungleich mehr Zeit wird ihre ausgedehnte Deutschland-Tour in Anspruch nehmen, die Ende März am Timmendorfer Strand ihren Anfang nehmen wird.

Sie hat ihr Ding nicht nur ins Netz gestellt: Annett Louisan (inpromo)
Hat ihr Ding nicht nur ins Netz gestellt: Annett Louisan (inpromo)

„Zu viel Information“ lässt keine Wünsche offen. Der Mix aus Flottem und Nachdenklichem ist bes-tens austariert, die Produktion wartet mit zahlreichen Details auf, mit denen es gelingt, den nach wie vor phasenweise etwas zu konventionell gemusterten Songideen das gewisse Etwas zu verpassen. Zusammen sitzt dann alles wo es hingehört, als wäre es schon immer dagewesen. Als wäre die gebürtige Havelbergerin mit der ihr eigenen Mischung aus Göre, Vamp, Fee und bester Freundin schon immer integraler Bestandteil der deutschen Popszene gewesen. Sie gehört unverbrüchlich dazu – und verteidigt ihre führende Position auf „Zu viel Information“ mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit.

„Ich habe endlich ganz konkrete Vorstellungen von den Klängen und der Dramaturgie eines Songs“, lässt sie verlautbaren. Und tatsächlich ist dem neuen Album durchgängig anzumerken, dass Annett Louisan es nicht nur vermag, eigene Vorstellungen zu entwickeln. Sie setzt sie auch um. Zehn Jahre nach ihrem Debutalbum „Bohème“ gelingt es ihr lockerem Gestus das Schwere leicht erscheinen zu lassen – und die Schwere des vorgeblich Leichten zu entlarven.

Zu viel Information - Cover (105music / Sony Music)
Zu viel Information – Cover (105music / Sony Music)

Die intensive Arbeit sowohl mit dem bewährten Team als auch mit neuen Kollegen schlägt sich in einer Stilvielfalt nieder, die bei aller Variabilität keinesfalls beliebig erscheint. Vorausgesetzt, Annettes Stimme sorgt nicht per se für Vorbehalte, so zieht mit „Zu viel Information“ Freude und beste Unterhaltung ins Haus. Und ab dem 28. März in die deutschen Konzertsäle:

28.03. Timmendorfer Strand, Maritim Seehotel
30.03. Wahlstedt, Kleines Theater am Markt (ausverkauft)
31.03. Lüneburg, Vamos! Kulturhalle
01.04. Frankfurt/Main, Alte Oper
03.04. Neunkirchen, Neue Gebläsehalle
04.04. Karlsruhe, Stadthalle
05.04. Bremen, Musical Theater
06.04. Emden, Nordseehalle
08.04. Gera, Kultur- und Kongresszentrum
09.04. Cottbus, Stadthalle
10.04. Berlin, Tempodrom
11.04. München, Philharmonie
13.04. Bamberg, Konzert- und Kongresshalle
15.04. Erfurt, Theater Erfurt
16.04. Stuttgart, Liederhalle
17.04. Hannover, Theater am Aegi
28.04. Hamburg, Kampnagel
04.05. Bonn, Beethovenhalle
05.05. Düsseldorf, Tonhalle
06.05. Essen, Lichtburg
07.05. Kiel, Schloss
09.05. Dresden, Alter Schlachthof
11.05. Chemnitz, Stadthalle
12.05. Leipzig, Gewandhaus
13.05. Halle/Saale, Georg-Friedrich-Händel-Halle
14.05. Osnabrück, Osnabrück Halle
14.06. Köln, Philharmonie
25.07. Nürnberg, Stadttheater
wird im November in Österreich fortgesetzt

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