Return To Gravelands

The King Is Back

Mit seinem Debut “Gravelands” sorgte James Brown alias “The King” für eine Sensation. Der Postbote aus Belfast coverte mit seiner authentisch an Elvis Presley gemahnenden Stimme Hits (anderer) verstorbener Weltstars. Ein Konzept, das mit 400.000 verkauften Scheiben voll und ganz aufging. Zwei weitere Alben und zahllose Konzerte folgten. Nach sieben Jahren Plattenpause legt „The King“ am 28. März den indirekten Nachfolger seines Erstlings vor: „Return To Gravelands“ (Jazzhaus / in-akustik).

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Vakanz besetzt: The King (Jazzhouse Records)

Vakanz besetzt: The King (Jazzhouse Records)

Mit den üblichen Elvis-Imitatoren hat „The King“ aus Belfast ungefähr so viel zu tun, wie sein Repertoire mit dem des Originals. Anstatt sich den Elvis-Klassikern zu widmen, interpretiert er vor allem Welthits, von denen der verstorbene „King“ gar nichts hat wissen können. Doch nicht nur die im Elvis-Kontext einmalige Songauswahl macht „The King“ selbst zum Original:
Sicher sucht und findet er die optische Nähe zum (jungen) Elvis. Sicher ist seine stimmliche Intonation bisweilen verdammt nahe dran, ohne auch nur im Geringsten zur Parodie zu werden. Hinzu kommt aber noch der mitreißende Verve und die Cleverness der musikalischen Umsetzung. Hier lassen sich „The King“ und seine Band von käsigen Rock ’n‘ Roll-Epigonen überhaupt nichts vormachen.

Mit zwanzig Tracks prall gefüllt bedient sich „Return To Gravelands“ auch diesmal wieder am (personengebundenen) Erbe der Rockhistorie, von den Stones (Brian Jones!) über The Doors bis zu Nirvana.  Aber mit Marc Bolan („Twentieth Century Boy“), Ian Curtis („Love Will Tear Us Apart“) oder Tim Buckley („Song To The Siren“) gelangen weitere Verstorbene in den Fundus. Dass dabei auch längst zu Tode gecoverte Songs zu neuem Leben erweckt werden – das ist die große Lust am „King“!

The King himself (Hammerl-Kommunikation)

The King himself (Hammerl-Kommunikation)

Komplettiert wird das Album von drei neuen Titeln, die „The King“ für den Elvis-Film „Lonely Street“ eingespielt hat. Und die sind auch nicht von schlechten Eltern, wie etwa der Opener „When The Rebel Comes Home“ sofort mal klar unter Beweis stellt. Und – wenn es auf Platte schon so dermaßen abgeht, dürften die folgenden Termine zur königlichen Audienz immens schweißtreibend werden:

04. April – Weinheim, Café Central
05. April – Freiburg, Jazzhaus
07. April – Bonn, Harmonie
08. April – Münster, Sputnikhalle
10. April – Hamburg, Klubsen
11. April – Kiel, Räucherei
12. April – Dortmund, Piano

www.homeoftheking.com

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