„Wow, die sind aus Brooklyn!“

Warm Graves, William Tyler und Crystal Stilts live im Täubchenthal

„Ja, Sonntage sind immer schwierig für Konzerte.“ Diesen Satz dürften Musiker und Veranstalter aus deutschen Groß- und Kleinstädten bereits des Öfteren vernommen oder selbst geäußert haben. Dass dieser Wochentag gar nicht so schlecht für einen gelungenen musikalischen Abend geeignet sein kann, zeigt die gestrige Veranstaltung im Plagwitzer Edel-Club „Täubchenthal“. Mein Interesse gilt dabei vor allem der mir persönlich und musikalisch vertrauten Band „Warm Graves“.

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Crystal Stilts aus Brooklyn/NY in Aktion- (Foto: Peter Geuze)

Crystal Stilts aus Brooklyn/NY in Aktion. (Foto: Peter Geuze)

Noch während das Publikum in der gewohnten sonntäglichen Lethargie vor der Bühne Zigaretten dreht und größtenteils alkoholfreie Getränke zu sich nimmt, macht sich das Trio auf den Weg zur Bühne. Eine verstörend mystische Klangfläche schwillt an, welche von einem energischen Schlagzeug-Akzent durchbrochen wird. Von diesem Moment an bekommt der Gast eine stets spannungsgeladene und vor allem intensive halbe Stunde Musik am Stück ohne Ansagen um die Ohren gepfeffert. Wunderbar!

Schon an dieser Stelle hat sich der Abend für mich gelohnt. Doch da warten ja noch der mir bis dato unbekannte Lambchop-Gitarrist William Tyler und das böhmische Dorf „Crystal Stilts“ auf mich…

Nur mit einer Akustikgitarre und ein paar Effekten bewaffnet, begibt sich zunächst der Mann aus Nashville auf die Bühne. Zu hören gibt es ein mit Effekten und Loops versehenes Klangband mit dem Grundsound „Nashville-Picking-Gitarre“. Ich wurde im positiven Sinne schläfrig und verfolgte das Konzert in entspannter Position von einem der zahlreich aufgestellten Sitzgelegenheiten im Nebenraum aus.

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Über Peter Geuze

Lebt und arbeitet als Musiker, Musiklehrer und freiberuflicher Musikredakteur in Leipzig. Lieblingsthema ist rockige Gitarrenmusik, aber auch für andere Klänge hat er stets ein offenes Ohr.