Frànçois & The Atlas Mountains

Piano Ombre mit Instant-Wirkung

Et voilà, die nächste Wundertüte aus Frankreich: Piano Ombre (Domino / GoodToGo), das erste „richtige“ Studioalbum von Frànçois (Marry) und seinen Atlasgebirgen Amaury Ranger, Pierre Loustaunau, Jean Theverin sowie Gérard Black. Was da ab dem 14. März ans vorurteilsfreie Ohr dringt, ist mal wieder die hohe Kunst der Melange: Zahllose Einflüsse treffen auf versiertes Songwriting mit hohem Wiedererkennungswert (frz. „caractère de perce-oreille“). Mit sofortiger Wirkung empfehlenswert.

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10 x Popkunst Primeur: Piano Ombre (Domino / GoodToGo)

10 x Popkunst Primeur: Piano Ombre (Domino / GoodToGo)

Ab und an geschieht es: Man hört ein Album und ist anschließend um eine Anzahl neuer Ohrwürmer reicher, die sich exakt mit der Anzahl der auf dem Album enthaltenen Tracks deckt. So geschehen bei „Piano Ombre“, einem kleinen Wunderwerk einschmeichelnder Chansons im nicht-alltäglichen Gewand. Angeblich reichen die Ingredienzien bis nach Afrika (YéYé etc.), was aber nur in Ausnahmefällen deutlich zutage tritt („La Vérité“). Vielmehr erinnern François & The Atlas Mountains an die vorhin vor Ort noch in Erinnerung gerufenen Nits: Kunstpop und Popkunst, mit fein dosierten Spielereien und melodiösen Schmeichlern.

Das erste Album des Fünfers, „E Volo Love“, entstand noch live und in Eigenregie. Für „Piano Ombre“ (dt. Klavier-Äsche) zogen sie sich unter der Obhut von Ash Workman (Produzent und Engineer von zuletzt Big Deal, Fiction und Summer Camp) ins Weinanbaugebiet Entre deux mers zurück, um in aller offensichtlichen Gemütsruhe ein Album einzuspielen, das zwischen sanft plätschernd („Summer Of The Heart“, „Fancy Foresight“) und sentimental mitreißend („La Fille Aux Cheveux De Soie“, Titeltrack) zirkuliert: Hin und her und dann mitten hinein, ins Kurz-, Mittel- und Langzeitgedächtnis.

Die offizielle Pressemitteilung meint: „Schönes Ding!“. „Ein sehr schönes Ding“, möchte ich meinen. Und eben nicht „Bien sûr“…

 

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