Kate Tempest auf Big Dada

Chuck D: „Wow!“

Bis zum Release-Date (19. Mai) ist es zwar noch einen dreiviertel Frühling hin, doch das Debut der Londoner Multi-Poetin Kate Tempest sorgt schon heute mit einem Vorab-Stream für reichlich Furore und höchste Aufmerksamkeit. Mit „Lonely Daze“ gewährt die britische Rap & HipHop-Hoffnung einen hieb-, stich und sattelfesten Einblick in ihr mit Hochspannung erwartetes Album, „Everybody Down“. Klar, dass Public Enemy Chuck D auch schon Wind von dieser Delikatesse bekommen hat, sein erstes Urteil spricht selig Bände: „Wow!“

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She's (also) a rapper: Kate Tempest (Big Dada)

She’s (also) a rapper: Kate Tempest (Big Dada)

Einige Anschläge mehr benötigt das Feuilleton der New York Times, um seine Begeisterung für Kate Tempest in Worte zu kleiden: „As Tempest’s gorgeous steams of words flow out, they conjure a story so vivid … as if you had a state-of-the-art Blu-Ray player stuffed in your brain, projecting image after image that sears itself into your consciousness”. Gut gebrüllt, Kritikus! Doch die 27-Jährige Off West End Award-Trägerin (für ihr Theaterwerk “Brand New Ancients”) kennt sich ihrerseits auch mit Prosa aus, ihr Romanerstling („Bricks That Built The Houses“, Bloomsbury) steht schon an.

Und doch bekennt sie sich zum Rap / HipHop als ihrer größten Leidenschaft, die sie bereits als Teenager zu ersten Blüten führt. Mit sechzehn Jahren performt sie in den angesagten Hip Hop-Läden des Londoner Westends, bricht die Schule ab, engagiert sich politisch und geht mit ihrer Band „Sound Of Rum“ auf Tour: Europa, USA, Australien. Seitdem tanzt sie hochproduktiv auf nahezu sämtlichen Hochzeiten, die das gesprochene Wort zu bieten hat. Mit „Everybody Down“ präsentiert sie nun ein poetisch-musikalisches Statement von erstaunlichem, wenn nicht gar atemberaubenden Niveau.

Doch wer bei ihrer Umtriebigkeit vermutet, sie habe „Everybody Down“ mal eben nebenbei erdacht, der irrt. Kate Tempest benötigt fast ein Jahr, um die Story und die Charaktere des Albums zu entwickeln. Dafür gelingt das Einspielen innerhalb von zwei Wochen, als Produzent fungiert Dan Carey (Bat For Lashes, MIA, Chairlift, Hot Chip). Metaphorisch griffig überhöht und mit sprachlicher Eleganz versehen, revitalisiert sie die kaputt erzählten HipHop-Phrasen von Drogen, Geld und Gangstas mit Glaubwürdigkeit und dem unbedingten Willen, unmissverständlich vernommen zu werden: Nicht jede Offenbarung wird zur Erlösung, und umgekehrt.

Den Stream gibt es hier:
soundcloud.com/bigdadasound/kate-tempest-lonely-daze

Wer sich auf bigdada.com/katetempest/ einschreibt, der erhält den Track als Free Download.

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