Zickenalarm bei You Tube

Mit You Tube ist das so eine Sache: Warum sich Trends durchsetzen oder wo einige Phänomene herkommen, weiß man nicht immer ganz genau. Jetzt gibt es aber wieder mal einen neuen Star bei You Tube, der möglicherweise den Hype um den Harlem Shake ablöst: die Ziege. Sie meckert sich lustig durch diverse Musikvideos von Taylor Swift über Justin Bieber bis zu Jon Bon Jovi.

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Das lustige an den Ziegen-Videos ist aber nicht das blökende Gemecker allein, sondern die Tatsache, dass sich die kreischenden Zicklein häufig so fein in die Musikvideos einfügen, dass man glauben könnte, Swift, Cyrus & Co hätten sie als die Retter ihrer Videos (oder als Stimmendouble?) engagiert.

Da ist zum Beispiel Taylor Swifts „I knew you were trouble“ (http://www.wimp.com/goatedition/), mit deren Song der Hype erst ausgelöst worden sein soll. Die grellen Ziegenschreie sind rhythmisch so abgestimmt in das Video eingefügt, dass man Taylor das nächste Mal raten möchte, die Ziege als Co-Star zu engagieren. Denn innerhalb weniger Tage wurde das Duett zwischen der blökenden Ziege und dem US-Pop-Sternchen acht Millionen mal bei You Tube angeklickt und 300 000 Mal bei Facebook geteilt. Hut ab! Das muss man mit einem normalen Pop-Song erst mal schaffen.

Gut in diese Reihe fügt sich natürlich auch Miley Cyrus (besser bekannt als Teenie-Star Hannah Montana) mit „Party in the U.S.A.“ (http://www.youtube.com/watch?v=pEAKV9Qs6PM) ein. Ihr schwächliches Gefiepe und das brummige „Yeah“ vom schwarzen Schaf ergänzen sich einfach hervorragend. Daumen hoch für den Mix! Und apropos, Daumen hoch: Katy Perrys „Firework“

als Ziegen-Edition ist ebenfalls wie gemacht fürs Zicken-Schema. Allerdings ist das Geblöke nicht ganz so fein rhythmisch angepasst wie in Taylor Swifts Zicken-Video.

Das die Ziege aber nicht überall punkten kann, zeigt die Goat-Edition von Adeles „Rollin‘ in the deep“ Adeles schöne Stimme und das zickige Gemecker passen einfach nicht zusammen. Trotzdem: Der Zicken-Trend ist nicht nur witzig, sondern auch ironisch und dürfte manchem Star erst zum richtigen Gemecker veranlassen…

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Über Marie-Chantal Tajdel

Über Marie-Chantal Tajdel: Freie Journalistin/Autorin. Tätig für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen in Norddeutschland. Vorlieben: Querbeet von Klassik und Barock über Oper und Chormusik bis zu Alternative, Punk Rock und Metall - nur handgemacht muss die Musik sein. Außerdem eine Liebe zu Kunst, Literatur, Theater - und fürs Segeln.