Endlich präsentieren die britischen Extrem-Poprocker Wild Beasts auch hierzulande ihr mit großem Wohlwollen bedachtes Album Nummer vier: „Present Tense“. Ein Album, mit dem es der Vierer unter erneuter Anwendung des emblematischen Falsettgesangs von Hayden Thorpe verstanden hat, seinen Sound qua Modernisierung auf eine neue Sachlichkeit hin auszurichten. Es wird ein spannendes Vergnügen sein, diesem Prozess auch live beizuwohnen. Zum Einfühlen gibt es, neben dem Album, nun auch noch einen neuen Remix von East India Youth.

Sind so wilde Tiere ...(Klaus Thymann / Domino)
Sind so wilde Tiere …(Klaus Thymann / Domino)

Und diesen zu dem stichhaltigsten und, nach eingehender Einschätzung, auch besten Track des Albums: „A Simple Beautiful Truth“. In zerbrechlich verbindlichen Synth-Schleifen gewandet, erschließt sich hier die tiefe, will sagen, gar nicht einmal so profane Einsicht: „There’s a beauty out there / You just gotta know where“. Im Kontext des gesamten Albums, das eher einen pessimistischen Blick auf den Stand der Dinge wirft, eine überraschend hoffnungsvolle Wahrheit.

Doch, unabhängig davon, wie desolat die Daseinsanalyse der wilden Biester am unteren Ende der Beobachtungsskala ausfällt – mal angenommen, „Talk Talk“ hätten sich nach ihrem dritten Album nicht konsequent dem Kommerz, dem Pop, entsagt: Sie könnten heute so klingen, wie Wild Beasts dies heute tun. Wer wollte sich dem verweigern?

Weder hier …

05.04. Köln – Gebäude 9
06.04. Berlin – Lido
07.04. Hamburg – Knust
09.04. München – Strom

… noch dort (Remix):

https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/141327543&auto_play=false&hide_related=false&visual=true

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