Mit Neumond unterwegs

Joachim Witt zieht Fans in seinen Bann

Bereits seit Ende April präsentiert der „Meister“ und „Goldene Reiter“ Joachim Witt sein aktuelles Programm auf deutschen Bühnen. Die bisherigen Reaktionen der Anwesenden fallen durch die Bank euphorisch aus, was angesichts des Repertoires kaum verwundert. Da wäre zunächst das neue Album „Neumond“ (Oblivion/SPV), das lückenlos mit wundersam eingängigen und brillant arrangierten Wavepop-Hymnen brilliert. Doch in seiner langen Karriere hat Joachim Witt ein derart umfangreiches Oeuvre erschaffen, dass die Songauswahl im Sinne eines ausgewogenen Sets sicher nicht leicht gefallen sein dürfte. Wer also noch die Gelegenheit hat, in den kommenden zwei Wochen Joachim Witt und seine bestens aufgelegte Band live zu erleben, darf sich auf die ein oder andere positive Überraschung gefasst machen.

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Unter dem Neumond ganz groß: Joachim Witt (Oblivion/SPV)

Unter dem Neumond ganz groß: Joachim Witt (Oblivion/SPV)

Eine Garantie wird allein auf den Mega-Gassenhauer „Goldener Reiter“ gegeben, der wird dieser Tage so zelebriert, wie es sich für dieses seriöse Meisterwerk der zumeist albernen Neuen Deutschen Welle gehört. Aber hier endet auch schon die Gewissheit: Ob „Kosmetik“, „Die Flut“ (wenn auch ohne Peter Heppner) oder das geniale Silly-Cover „Bataillon D’Amour“ Abend für Abend die Herzen des Auditoriums erfreuen werden, das wissen allein die Akteure. Hingegen dürfte sich die Vermutung bestätigen, dass Joachim Witt seiner aktuellen Veröffentlichung „Neumond“ einen klaren Vorzug gegenüber dem (insgesamt etwas zu getragen flügellahmen) Vorgänger „Dom“ gewährt (dabei aber auf den von „Dom“ stammenden Skandalsong „Gloria“ wohl nicht verzichten wird).

An der Seite von Martin Engler (Mono Inc.) entstanden, markiert „Neumond“ einen weiteren Höhepunkt im Schaffen des 65-jährigen und mitunter kontrovers rezipierten Künstlers. Seit seinem programmatisch betitelten Album „Pop“ von 2004 hat Joachim Witt nicht mehr so frisch und ungezwungen geklungen. Von „Aufstehen“ bis „Fahnenmeer“ bietet „Neumond“ zwölf astreine Ohrwürmer, von denen der Löwenanteil zudem noch vehement auf die Tanzfläche bittet. Und was als Konserve so gut funktioniert, dürfte live erst recht für Ausgelassenheit und Begeisterung sorgen:

07. Mai Mannheim (Alte Seilerei)
08. Mai Aschaffenburg (Colos-Saal)
09. Mai Leipzig (Haus Auensee)
10. Mai Köln (Live Music Hall)
15. Mai München (Backstage)
16. Mai Kaiserslautern (Kammgarn)
17. Mai Bochum (Matrix)

joachimwitt.de

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