Auch noch gut eine Woche vor Festivalbeginn sind die Organisatoren imstande, weitere Künstler zu verpflichten. Ganz aktuell bekommen die Fans finsteren Metals noch mal eine Extraportion geboten: Mit der norwegischen Institution Satyricon, den griechischen Rotting Christ und Equilibrium aus dem bayerischen Maisach wurde nochmals tüchtig nachgelegt, damit auch bei der Starkstromfraktion auf dem WGT keine Schweißpore trocken bleibt.

Vorfreude ist - auch eine Freude: WGT (wave-gotik-treffen.de)
Vorfreude ist – auch eine Freude: WGT (wave-gotik-treffen.de)

Nähme man allein nur das Line-Up an Black-, Gothic- und Dark-Metalbands, die das WGT aufbietet, würde schon dies allein ein veritables Metal-Festival abgeben: Darkwell, Lacrimas Profundere, Primordial, Ost+Front, XIV Dark Centuries nebst anderen – und nun auch noch Satyricon, Rotting Christ und Equilibrium! Schwarzes Herz, was willst du mehr?!

Ein schon seit den Anfängen des WGT zu beobachtender, erfreulicher Nebeneffekt der immensen Vielfalt der Künstler und Genres: Aufgrund der individuellen Verfügbarkeit gerät der geneigte Besucher auch schon mal auf Veranstaltungen, die sich nicht absolut mit den eigenen Präferenzen decken. Da „verlaufen“ sich EBM-Haudegen auf konzertante Darbietungen, Cyberpunks auf Neo-Folk-Festivitäten oder Nobel-Grufties eben auch auf bierselige Metal-Events. Und das steht für mehr als den oft bemühten Blick über den Tellerrand; die publikumsseitige Durchmischung gehört zum WGT wie die jederzeit friedfertige und begeisterungswillige Stimmung.

ProgBlack zu Gast: Satyricon (satyricon.no)
ProgBlack zu Gast: Satyricon (satyricon.no)

Satyricon, Rotting Christ oder Equilibrium der Primärzielgruppe erklären zu wollen, wäre wie beim WGT Langeweile zu haben. Dennoch seien an dieser Stelle Satyricon kurz hervorgehoben, deren Black Metal seit jeher die eng gesteckten Grenzen des Subgenres zu sprengen weiß. In ihrer Heimat Norwegen absolute Spitzenstars (Nummer 1 der, wohlgemerkt, offiziellen Charts!), wissen Satyr und Frost wie die Kälte genretypischer Primitivismen in gleißende Hitze zu wandeln ist. Mit schier unbändiger Kompositionsvarianz, mit detaillierten Punchlines in progressiver Diktion.

Und wieder wird die Wunschliste jener Acts, denen man gerne beiwohnen würde um weitere Namen erweitert. Doch wenn sich auch nicht alle Wünsche mangels der Fähigkeit, sich zwei- oder gar dreizuteilen, erfüllen lassen werden, es gilt: Dabeisein ist alles!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert