Achtung, hier besteht akute Verwechslungsgefahr: Der Flötist, Saxophonist, Dirigent und Komponist Brian Lewis wurde im Oktober 1970 in einem Vorstadtviertel von Cleveland im US-Bundesstaat Ohio geboren, hat aber zwei Namensvettern, die sich ebenfalls als Profis im musikalischen Fach etabliert haben: einer von beiden ist Jazzexeperte und Gehörtrainer an der Musikakademie von Berkeley, der andere ein weltbekannter Violinist, der an der Julliard School in New York ausgebildet wurde und gegenwärtig in Yale eine Professur innehat.

Hier studierte Brian Lewis Dirigieren: das Baldwin-Wallace-College in Berea, Ohio (hier: Marting Hasll, IronGargoyle 2007)
Hier studierte Brian Lewis Musik: das Baldwin-Wallace-College in Berea, Ohio (hier: Marting Hall, IronGargoyle 2007)

Der vor allem als Komponist hervorgetretene Musiker, den wir meinen, erhielt seine Ausbildung in seinem Heimatstaat am Baldwin Wallace College von Berea. Seine Liebe zur Chormusik hatte er bereits am Ende seiner Schulzeit entdeckt und so verwundert es nicht, dass er zwischenzeitlich an die Western Michigan University in Kalamazoo ging, um dort Chorleitung zu studieren. Bevor Lewis nach Los Angeles ging, um sich zu guter Letzt dort auch noch für das Fach Filmmusik einzuschreiben, hatte er bereits eine Zeitlang an öffentlichen Schulen Musik unterrichtet. An der Hochschule von Portage in Michigan arbeitete er schließlich im Bereich Musiktheater als außerordentlicher Professor und verlegte sich wieder auf das freie Komponieren. Sein Auftragschorwerk Sanctus wurde von Chören in Portage uraufgeführt.

Lewis‘ Wurzeln als Praktiker liegen aber sicher in Ohio, sowohl was seine Spielfertigkeit auf dem Saxophon betrifft als auch seine Tätigkeit als Chorleiter. Gedruckt liegen seine bisher veröffentlichten Werke bei sheet music plus vor: neben einer Ausgabe von didaktischem Gesangsmaterial unter dem Titel Sing at First Sight vor allem die Chorkompositionen Follow That Star, Exsultate Jubilate, ein Benedictus und das thematisch etwas abseits davon liegende kurze Blasorchesterstück im (neu)ägyptischen Stil mit dem Titel Tomb of the Pharaoh, für neugierig Gewordene zu hören – und zu sehen – unter http://www.youtube.com/watch?v=1hJOAZJUtrU (2011).

Von Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler aus München; Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.

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