Deep Techno Ambient aus Bayern

Antimaterium mit thermischer Klarheit

Als spirituell veranlagter Produzent, DJ und Labelgründer (Gene 9 Records) hat sich der 1990 in Starnberg geborene Marco Asam in den einschlägigen Szenen einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Unter dem wohl überlegt gewählten Pseudonym Antimaterium veröffentlicht der umtriebige Bayer am 19. September über Dirty Cat Records mit „Essence Of Awakening“ eine gut 38 minütige EP, die auch unter dem heimischen Kopfhörer bestens funktioniert.

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Antimaterium, "Essence Of Awakening" (Dirty Cat Records)

Antimaterium, „Essence Of Awakening“ (Dirty Cat Records)

„Der Name stellt die nicht sichtbare Welt, das Nichts oder die Leere dar. Er soll daran erinnern, dass um uns herum viel mehr existiert, als wir überhaupt wahrnehmen können. (…) Des Weiteren soll der Name daran erinnern, im Einheitsbewusstsein mit egal wem oder was zu leben“, erläutert der umtriebige Musiker die Bedeutung von Antimaterium. Weiterhin ist es ihm wichtig, aus den Erfahrungen seiner zahlreichen Reisen zu schöpfen, die ihn seit seiner Kindheit geprägt haben. Und, darauf weist er ausdrücklich hin, dass er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für den Naturschutz und die Bekämpfung der Armut einsetzt.

Ihn dabei zu unterstützen fällt angesichts seiner aktuellen EP „Essence Of Awakening“ leicht, schließlich ist sie nicht nur als Stream zu vernehmen, sondern auch käuflich zu erwerben. Diese Investition lohnt der Urheber mit einem transparenten Flow, der den inneren Wärmemaustausch wohltuend stimuliert. Mit seinen ambienten Flächen und moderaten Rhythmen bleibt Marco Asam stets erdverbunden und griffig, der „trancendierende“ Effekt erfolgt einzig auf Seiten des Rezipienten.

Das achteinhalb minütige „Aware“ steht zu Recht am Beginn einer behutsam um sich greifenden Gravitationslinderung, die „Essence Of Awakening“ vom Gros vergleichbarer und gängiger Produktionen abzusetzen weiß. Großzügig im Umgang mit Texturen ist es Marco Asam in bemerkenswerter Weise gelungen, im besten Sinne ein gutes Stück Gebrauchsmusik zu kreieren, dessen eigentümliche Reizentfaltung mit jedem Hördurchlauf überzeugt und sich selbst dann noch zu steigern weiß, wo handelsübliche Genrequalität bereits in den lauen Hafen der Langeweile einfährt. Kompliment an den Staffelsee, muss eine inspirierende Gegend sein!

„Permafrost“ (Gregor Tresher / Antimaterium Remix):
soundcloud.com/antimaterium/gregor-tresher-permafrost-antimaterium-remix

antimaterium.de

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