DSDS – der neue Superstar wurde gekürt

Am Samstag klebte Casting-Deutschland wieder am Fernsehbildschirm: schließlich ging es um das Finale bei „Deutschland sucht den Superstar“. Nachdem Annemarie Eilfeld eine Woche zuvor in einer für sie emotional aufwühlenden Halbfinal-Show von den Zuschauern aus der Sendung gewählt worden war, mussten am Samstag Daniel Schuhmacher und und Sarah Kreuz als Konkurrenten gegeneinander antreten.

Daniel Schuhmacher galt schon

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seit Beginn der Mottoshows aufgrund seiner gesanglichen Leistungen als Favorit und wurde schon früh als heimlicher Sieger der Staffel gehandelt.

(c) RTL /Stefan Gregorowius

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Sarah Kreuz hingehen, zwar mit einer ebenfalls nicht schwachen Stimme gesegnet, fiel jedoch eher durch kleinere Patzer auf  – und der Tatsache, dass sie offensichtlich nicht verstand, was sie in den englischsprachigen Songs eigentlich singt.

Auch im Finale zeigte Sarah gelegentlich Textaussetzer, sei es durch Nervosität oder der Tatsache, dass sie die Songtexte einfach nicht gut genug auswendig gelernt hatte.

Jeder Finalkandidat hatte drei Songs zu „performen“ darzubieten. Das dritte Lied war, o welch Überraschung, bei beiden Finalisten gleich: eine typische Dieter-Bohlen-Kitschnummer, der Sendung perfekt auf den Leib geschneidert, im Stile von „Take Me Tonight“ (Nimm mich heut‘ Nacht!?!? Jaaa, komm ins Bett, Tiger!). Der Siegertitel heißt „Anything But Love“ und soll als erste Single des DSDS-Siegers veröffentlicht werden.

Sarah Kreuz sang zuvor jedoch zwei Klassiker: „(You Make Me Feel) A Natural Woman“ von Aretha Franklin sowie „I Will Always Love You“ von Soul-Königin Whitney Houston. Arethas Song ging bei Sarah noch ganz gut über die Lippen, spätestens ab dem Houston-Schmalzhit versagte bei ihr jegliches Gefühl, die Töne richtig zu treffen. Da hilft auch eine starke und laute Stimme nichts mehr.

Daniel Schuhmacher trug „Soulmate“ von Natasha Bedingfield sowie „Ain’t No Sunshine“ von Bill Withers vor. Bei Soulmate war auch Daniel vor schiefen Tönen nicht gefeilt, und jeder Zuschauer vor dem Fernseher spürte, das Gesicht bei derart schiefem Gesang verziehend, dass der Song definitv nichts für Daniela war. „Ain’t No Sunshine“ traf doch eher ins Schwarze. Stimmlich fast einwandfrei – also keine schlechte Leistung.

Und natürlich wurde auch in dieser Finalshow von den Machern nicht mit Tränen-Potenzial gegeizt. Betroffene Gesichter und die Stimme des Moderatoren, der zunächst davon erzählte, wie Kandidatin Sarah Kreuz eine DSDS-Teilnahme ihrem Verlobten vorzug (welcher normale Mensch tut so etwas???) und dass sie keine Ausbildung, keine Perspektive hatte – bis sie zu ihrer persönlichen Erlösung „Deutschland sucht den Superstar“ kam.

(c) RTL /Stefan Gregorowius

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Später wurde auch die Aktivität von Daniels Tränendrüsen angekurbelt: es musste ja unbedingt vor ganz Deutschland erwähnt werden, was für eine grausame Kindheit die arme kleine Heulsuse gehabt habe und dass er von den bösen, bösen Mitschülern immer gehänselt wurde (mal ehrlich – wer wurde nicht in der Schule gehänselt?).

Letzten Endes fiel die Entscheidung dann, laut RTL-„Notar“ Dr. Schnitzelklopfer Fleischhauer denkbar knapp aus: Daniel gewann die Sendung und ist jetzt Deutschlands neuer „Superstar“.
Gerade einmal gut 50,5 % der Anrufer voteten für Daniel-Topfschnitt-Schuhmacher. Naja, mit diesem Ergebnis kann auch Sarah, das „Mädchen ohne Zukunft“ (O-Ton Marco Schreyl) mit ihrer Platzierung wenigstens zufrieden sein. Dass nach dieser Finalshow Daniel auch nur ein wenig später in der Versenkung verschwinden wird als Sarah, dass können beide ja nicht wissen…

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