Jacob Underwood, Trevor Penick, Erik-Michael Estrada und Dan Miller wollen es nach elfjähriger Auszeit noch einmal wissen. Am 22. August meldet sich O-Town mit dem Album „Lines & Circles“ (All About The Melody/RTD) zurück auf dem Radar der Charts. Richtig gelesen: Jene Boygroup aus Orlando (O-Town), die 2001/02 mit „Liquid Dreams“, „All Or Nothing“ oder „These Are The Days“ auch in Deutschland einige veritable Erfolge zu feiern verstand.

O-Tone anno 2014 (Nick Caster)
O-Town anno 2014 (Nick Caster)

Allein das fünfte Gründungsmitglied ist nicht mit von der Partie. Blondschopf Ashley Parker Angel scheint endgültig ausgeschieden, wohl um sich seiner Schauspielkarriere zu widmen. Doch das hält die verbliebenen Vier nicht davon ab, mit einer erlesenen Produktion (Eddie Galan) aufzuwarten, die den Geist der ersten Erfolgsphase wieder aufleben lässt.

Aktuell angesagten Sounds biedern sich O-Tone nicht wahllos an. Vielmehr klingt „Lines & Circles“  wir der direkte Nachfolger der beiden Erfolgsalben, die bereits zwölf und mehr Jahre auf dem Buckel haben. Dabei klingen die Stimmen natürlich gereifter, die Arrangements entsprechend gesetzter als damals, was den Jungs, pardon, den Herren von O-Town sehr gut zu Gesicht steht.

Auch das Songmaterial kann überzeugen, Balladen wie „Sometimes Love Ain’t Enough“, „Lines & Circles“ und vor allem die Singleauskopplung „Skydive“ lassen nichts anbrennen. Indem sie zeitlose Standards gefühlvoll intonieren, können sie ihr erklärtes Ziel, bei den Erfolgsnummern anzuknüpfen nicht verfehlen.

O-Town als Kraftwerk: "Lines & Circles" (All About The Melody)
O-Town als Kraftwerk: „Lines & Circles“ (All About The Melody)

Die Uptempo-Nummern leiden indes ein wenig an ihrem ausgeprägten Retro-Touch, hier wäre ein wenig mehr Mut zur Innovation vielleicht doch ein guter Ratgeber gewesen. Wer aber von dem typischen Sound der Jahrtausendwende nicht genug bekommen kann, dem sei besten Gewissens zu „Lines & Circles“ geraten.

Einzig das Cover hinterlässt Stirnrunzeln, erinnert es doch eher an ein Kraftwerk-Album, als an die Wiedergeburt einer Boygroup. Dabei brauchen sich O-Town optisch doch keineswegs zu verstecken, bzw. abstrakt verzerren zu lassen, wie die Ergebnisse der aktuellen Fotoshootings unter Beweis stellen.

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