Der Musterdeutsche David Hasselhoff

Deutschland hat es ihm einfach angetan, ob wir nun wollen oder nicht! Lang ist es her, seid Hasselhoff der Bundesrepublik und der DDR zur Wiedervereinigung verhalf. 1989 sang der Baywatch-Star seinen Mega-Hit „Looking for Freedom“ und setzte dem deutschen Volk damit wohl die Rebellion ins Ohr. Zugegeben, danach wurde er von uns ein wenig vergessen. Hasselhoffs vehement verteidigter Anspruch, der eigentliche Grund für die Wiedervereinigung zu sein, sogar belächelt.

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Nur selten tauchte er in den letzten Jahren in der deutschen Medienlandschaft auf. Von dem einst schillernden Knight Rider-Darsteller war dann auch nicht mehr viel zu sehen. Als untersetzter alternder Promi, der sturzbetrunken auf dem Boden liegend Burger verspeist, machte Hasselhoff schon eher auf sich aufmerksam. Diese dunklen Zeiten scheinen für den nunmehr 60-jährigen aber vorbei.

Wutbürger David Hasselhoff

Wutbürger David Hasselhoff (Quelle: davidhasselhoff.com/ The Hoff News Crew)

Der Grund: Hasselhoff hat einen empörten Aufschrei des deutschen Volkes vernommen. Im Gegensatz zu 1989 brauchen wir ihn diesmal aber für eine ganz andere Mission.

Da gibt es nämlich so ein paar Leute in Berlin, die das mit der Geschichtsträchtigkeit der deutschen Wiedervereinigung nicht ganz so eng sehen und die East Side Gallery, und damit 22 Meter Mauer, abreißen wollen. Also kommt der David extra nach Berlin, um sich für den Erhalt des Berliner Mauerstücks einzusetzen. Dazu rief er die Deutschen nun per Twitter auf, ihn im Protest zu unterstützen und zu seiner am Sonntag stattfindenden Demonstration an der East Side Gallery zu erscheinen. Hach, wären wir nur alle ein bisschen mehr David Hasselhoff – Deutschland wäre ein besserer Ort. Bleibt nur zu hoffen, dass „The Hoff“ es noch einmal schafft das deutsche Volk zur Rebellion zu bewegen.

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Über Anne Geyer

Nach einer kunterbunten Musik-Erziehung und dem Studium der Germanistik, Amerikanistik und Anglistik nun als Redakteurin für amusio tätig. Vorlieben: Von Rock, Hard-Rock, Blues, Blues-Rock, Alternative, Indie bis hin zu Jazz, Jazz-Rock, und Pop.