Fulminanter Abschluss einer Trilogie

Inca Babies – der Plan geht auf

Am 20. September wird endlich der finale Teil der Death Blues Trilogy der Inca Babies auf die Zivilisation losgelassen: „The Stereo Plan“ (Black Lagoon/CargoUK)! Beatus ille … der den ultraheißen Scheiß schon jetzt mal in Gewahrsam nehmen darf. Denn ganz davon abgesehen, dass die kundig formulierte Pressemitteilung auf die (verdammt noch mal) unvergessenen Screaming Blue Messiahs verweist, gebührt der neuen Scheibe ad hoc der Einstieg in die Referenzklasse gediegenen Goth-Blues-Death-Rocks, der Scheuklappen weder vom Hören, noch vom Sagen her kennt.

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Die Membranen müssen verzückt sein (Black Lagoon)

Die Membranen müssen verzückt sein (Black Lagoon)

Ein Erdenrund, auf der Platten wie die von den Inca Babies das Zwielicht innerer Unterwelten erleuchten, kann so übel nicht sein: Harry Stafford, Rob Haynes und der nach dem nicht-revidierbaren Verlust des Ur-Bassisten Billy Marten bestens eingespielte Vince Hunt hauen einen bildhaft beseelt betexteten Kracher nach dem anderen aus dem Ärmel des Schwarzhemds mit Whisky-Flecken drauf.
Im Ganzen sind es derer 14, und jeder ein Song zum Niederknien, in den Dreck der glücklich macht.

Macht also insgesamt 38 Trilogie-Perlen, die Tracks von den 2012ern „Death Message Blues“ und „Deep Dark Blue“ mal fix mitgerechnet. Was indes das Songmaterial von „The Stereo Plan“ in besonderer Maßlosigkeit auszeichnet, ist die permanent durchlaufende Verweigerungshaltung gegenüber Eindimensionalität und dem seelenlosen Durchschrubben allzu banaler Standards.

Paradebeispiel hierzu: Das von Kevin G. Davy’s Trompete beschwingte „Ghostship“, in dessen Heimathafen der Groove das Löschen der Fracht anleitet und kriminelle Machenschaften für Stimmung sorgen. Grandios!

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