Millionen von YouTube-Klickern sind Avi Kaplan, Kevin Olusola, Kristie Maldonado, Mitch Grass und Scott Hoying aus Arlington, Texas als Pentatonix schon längst bestens bekannt. Die aus Highschool-Freundschaft und der Teilnahme an NBO’s „The Sing Off“ hervorgegangen Goldkehlen legen mit „PTX“ (RCA/Sony Music) endlich und ab sofort ihre Künste unter hochwertigsten Produktionsbedingungen vor. Das zischt, prickelt, perlt derart, dass das Erstaunliche der rein vokalen Klangerzeugung beinahe schon wieder zur Nebensächlichkeit wird.

Moeten jullie horen: Pentatonix (RCA/Sony Music)
Moeten jullie horen: Pentatonix (RCA/Sony Music)

Die Bedeutsamkeit der Wise Guys für die deutsche Zunge, dürften Pentatonix alsbald auf der globalen Ebene erlangen (Big In Japan sind sie bereits). Mit ihrer auf „PTX“ vorgenommenen Cover-Auswahl (Daft Punk zum Einstieg = Volltreffer) machen sie alles richtig, von Dance bis Dubstep ist alles dabei, was ordentlich Tanzwut und Spaßlaune auslöst. Dass Lindsey Stirling bei „Papaqoutai“ noch mit einsteigt dürfte dabei ebenso gern gesehen sein, wie die Eigenkompositionen, die im Hitmix kaum auffallen, was als Anerkennung verstanden sein will.

Vocal Pop ist (mal wieder) schwerstens angesagt. Sicher dürften die produktionstechnischen Mittel mit dazu beitragen, denn sie ermöglichen es, die stimmlichen Dimensionen auf ein Niveau auszuweiten, das der instrumentalen Kühle des ein oder anderen Originals menschliche Komponenten hinzuzufügen versteht, die zu unwiderstehlichen Selbstläufern führen. Was die Pentatonix betrifft, so dürfte neben dem Album insgesamt das dort vertretene „Standing By“ als emotional besonders ansprechendes Aushängeschild fungieren.

Sicher, die Pentatonix fokussieren messerscharf den amerikanischen Mainstream, doch gemeinsam mit Mastermind Ben Bram (der jungen Koryphäe auf dem Gebiet vokaler Arrangements) schöpfen sie derart aus den Vollen, dass bräsige Standards nicht die geringste Chance haben, den energiegeladenen Flow zu lähmen. Selbst ein Einsprengsel des kaputt gespielten „Hit The Road Jack“ stört auf „PTX“ nicht die Bohne, dafür ist das Klangbild insgesamt viel zu innovativ veranlagt: Hier geht es nonstop auf die Pumpe, play it loud or not at all!

Wer also (wie aus gutem Grund so viele) Vocal Pop-Akrobatik in gültiger Höchstform zu schätzen weiß, der hat dieser Tage gleich doppelt Grund zur Freude: Ab heute mit Pentatonix, ab nächster Woche mit den Wise Guys.

Pentatonix perform Daft Punk live:
youtube.com/watch?v=r9Cc7ixIEnI

ptxofficial.com
facebook.com/pentatonix
rcarecords.com
thebenbram.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert