Ist das jetzt ne EP oder was?! Prall gefüllt mit akustischen Schlüsselreizen steht die Frage nach der Darreichungsform mal eben (wenn auch knapp, „gleiche Höhe“, Ihr wisst schon) im Abseits. Irgendwo zwischen Bauhaus und Manson, zwischen Darkdance und E-Schwoof, zwischen Abgrund und Wahnsinn steuern 2 Love Or To Hate mit sieben (gefühlt fünfunddreiundzwanzig) Tracks der „Pain Illusion“ (Danse Macabre/Alive, ab 17.10.) entgegen. Es tut nicht weh, es schmerzt nur so schön!

Trügerische Simplizität: 2 Love Or 2 Die (Danse Macabre)
Trügerische Simplizität: 2 Love Or 2 Die (Danse Macabre)

An den Saiten: Michael Areklett (Ex-London After Midnight). An den Keys und am Mikro Michael Buyense, an der anderen Strippe Nevea Siren (sowie Paul Statham, Kollaborateur von Peter Murphy im Hinter-Grind). Hereinspaziert! Und begrüßen Sie mit mir eine weitere Sensation aus dem Hause Danse Macabre. Es erwarten Sie feinste Darkwave-Applikationen mit einem Drive, einer Unausweichlichkeit, die entweder starke Nerven oder zumindest den Nachweis der Volljährigkeit erfordert.

Knallhart auf den Punkt produziert, zwingend aufgetragen, so gehört sich das! Futter, wohl auch fürs Hirn, aber vor allem für die schwarzen Dancefloors,  eine schier unwiderstehliche Angelegenheit, das.

Keine falsche Bescheidenheit: 2 Love Or 2 Hate (2loveor2hate.com)
Keine falsche Bescheidenheit: 2 Love Or 2 Hate (2loveor2hate.com)

Und wenn das Schlimmste zu überstanden sein scheint, hämmern 2 Love Or 2 Hate Euch noch einen Nackenbrecher-Ohrwurm (der Metal-Jargon sei an dieser Stelle mal erlaubt) um den Schädel, dass es sich gewaschen hat: Mit kaltem klaren Wasser, mit schwarzem Blut und jener Mixtur aus Buttersäure und Patchouli, die den Erwerb und den Genuss dieser Scheibe zur Pflichtaufgabe aller Nachtschattengewächse macht.

Es wird dunkel, ich leg „Pain Illusion“ noch mal auf …

2loveor2hate.com
dansemacabre.de

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