In Helvetien ist ganz schön was los. Jahrzehntelang nur Yello, Krokus und „Cindy“, machen nun die Delilahs (nach den fabulösen End) so richtig was los! Mit Power-Pop, der so frisch rüberkommt, als habe es The Knack oder 20/20 nie gegeben. Die feminine Dominanz im Vortrag dürfte nicht zuletzt für jene Brisanz sorgen, die der gemeinhin dem Genre anhängende Irrelevanz die Weisheitszähne zieht.

"Isabella, bist Du das?" Delilahs müssen live! (delilahsmusic.com)
„Isabella, bist Du das?“ Delilahs müssen live! (delilahsmusic.com)

Gut, der Sidekick, dass die Delilahs laut Homepage alsbald in Berlin und Bregenz, und das in den „United States“, spielen werden, ist nahezu gleichsam gut zu goutieren wir ihr Drittalbum „Past True Lust“. Aber dass es, wie schon „Greetings From Gardentown“ bei Jazzhaus Records (in-akustik) erschienen ist, führt auf eine völlig falsche Fährte.

Bevor jetzt ein weiteres Mal falsch abgebogen wird, hier ein Hinweis: Mit Jazz haben Delilahs nicht allzu viel am Hut (es sei denn privat, das sei ihnen zugestanden). Vielmehr erinnern sie in ihren besten Momenten an Dubstar: druckvoll eingängig, bittersüß poppig, erst überzeugend, dann großartig. Und auf „Past True Lust“ reiht sich ein Höhepunkt an den nächsten; es herrscht eine verhängnisvolle Dichte vor, die unter dem Deckmäntelchen der Unaufdringlichkeit die schmackhaftesten Früchte birgt.

Dringend hin:

18.10. München (Backstage Club)
21.10. Münster (Hot Jazz Club) – Alliteration und Fehlleitung
23.10. Köln (Tsunami Club)
24.10. Hamburg (Kleiner Donner)
25.10. Berlin (Auster Club)

… danach geht es wieder in die Heimat

„Wasteland“ im Video:
youtube.com/watch?v=zaLmupMIlE4

delilahsmusic.com

 

Man sieht sich ...(delilahsmusic.com)
Man sieht sich …(delilahsmusic.com)

 

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