Mit „Fall Together Again“ (Play It Again Sam/PIAS/Rough Trade) veröffentlicht Andy Burrows heute ein Album, dass seinen Stellenwert als Ausnahmemusiker untermauert und unwiderstehlich manifestiert. Klar, das hier hat nicht allzu viel mit seiner Urband Razorlight zu schaffen…

Andy Burrows "Fall Together Again" (PIAS)
Andy Burrows „Fall Together Again“ (PIAS)

Und noch weniger mit seinem Schlagzeugjob bei We Are Scientists. Ironiefrei aber völlig unpeinlich (da hundertprozentig souverän) zelebriert er seine Vision von entspannt abgehangenem 70-er Airplay konservativ (US-amerikanischer) Prägung.

Chicago, Albert Hammond oder Paul McCartney dürften ihn um sein Durchsetzungsvermögen beneiden: Andy Burrows nimmt nur die guten Zutaten, überlässt das Klebrige, das gepresst Erzwungene, anderen. Bei ihm (und vor allem auf „Fall Together Again“) stimmt einfach alles: Das fängt bei den ausgezeichnet dosierten Arrangements an und hört bei seinem beeindruckend klar modulierten Gesang noch lange nicht auf.

Denn es ist die Songs, die „Fall Together Again“ auf Anhieb für sich einnehmen. Sie gehen ins Ohr wie Q-Tip (aber nicht zu tief) und stiften Instant-Frieden. Tagtraum-Soul für alle und jeden. Man muss wirklich kein Freund von entspanntem Mainstream-Pop traditioneller Prägung sein, um dieses Album auf Anhieb ins Herz zu schließen. Tut halt auch mal gut, so was. Vor allem wenn es so locker und einwandfrei daher kommt wie diese Platte. Man könnte heulen vor lauter Freude, Rührung und Zuversicht, die „Fall Together Again“ ausstrahlt, trotz oder auch wegen der enthaltenen Momente zweifelnder Reflektion und Innehaltens.

17.11. Berlin (Privatclub)
18.11. München (Stromlinienclub)

„As Good As Gone“:
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