Wem hat denn zuletzt King Creosote mit „From Scotland With Love“ so gut gefallen? Und wer weiß James Yorkston ebenso zu schätzen? Und wer wünscht sich eine Mischung aus beiden Referenzen zum Stichwort Schottland? Wer jetzt aufzeigt, dem sei Johnny Lynch alias The Pictish Trail wärmstes empfohlen, der auf Lo-Fi-Manier das Beste seiner genannten Landsleute rührig verspielt verquickt. Nachzuhören auf der Doppel-CD „Secret Soundz Vol. 1 & 2“, die morgen über Moshi Moshi Records (Rough Trade) ihren Weg in Eure Herzen finden will.

Sheeeeep time: Johnny Lynch / The Pictish Trail (thepictishtrail.com)
Sheeeeep time: Johnny Lynch / The Pictish Trail (thepictishtrail.com)

Verschroben, seltsam und doch herzallerliebst: So gibt sich Johnny Lynch / The Pictish Trail von der Insel Eigg (Western Highlands). Sich seines Standortvorteils bewusst, winkt er fröhlich zum Festland hinüber. Wer seinen Gruß erwidert, der wird von ihm belohnt: Mit einem selbst auf die gegebene Dauer (Spielzeit der beiden CDs) jederzeit abwechslungsreichen Reigen seiner seltsamen Verschrobenheiten, die ihr Ziel, das Herz des Adressaten und Erwiderer seines Grußes, nicht verfehlen.

Sehr bewusst bescheiden gehaltene Balladen wechseln sich mit 60er-Pop-Psychedelia und nerdigen Electro-Spielchen ab, das man meinen könnte, Donovan, The Move und Caribou wechselten sich ab.  Man kann ihn förmlich winken sehen. Und die Schafen beim Grasen. Entspannt, nachdenklich sicher auch, insgesamt aber Urlaub auf Zeit. Günstig und jederzeit erlebbar.

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